100 Jahre BMW – vom Flugzeug zum i8

Der i8 - ein Highlight der aktuellen Modellpalette.
Der i8 - ein Highlight der aktuellen Modellpalette. © BWM
BMW ist einer der grössten und renommiertesten Autohersteller der Welt. Die Macher des M3 oder i8 haben jedoch vor 100 Jahren als Flugzeugmotorenhersteller begonnen. Im Zweiten Weltkrieg erlebten die Bayern das dunkelste Kapitel der Unternehmensgeschichte.

Richard Hammond und Jeremy Clarkson waren in ihrer TV-Sendung “Top Gear” selten gleicher Meinung: Ausnahmen bildeten aber ihre Einschätzungen der neusten M3- oder M5-Modelle von BMW. Die TV-Stars gingen häufig so weit, diese als “best Cars of the World” zu bezeichnen. Damit sind sie nicht allein: Die Bayerischen Motoren Werke (BMW) sind nicht nur einer der zehn grössten Autohersteller, sie gelten auch als einer der besten der Welt.

Die Bayern haben heuer allen Grund zum Feiern. Vor hundert Jahren begann ihre Erfolgsgeschichte – jedoch unter einem anderen Namen und mit einem anderen Zweck. Als “Bayerische Flugzeug-Werke AG” stellten sie zunächst Flugzeugmotoren her. Das erste Strassenfahrzeug folgte 1923. Es war jedoch kein Auto, sondern ein Motorrad, genauer, das Modell R 32.

BMW ist bis heute auch Motorradbauer. Zur Gruppe gehören zudem Mini und Rolls-Royce.

Erstes Auto 1929 gebaut

Zurück zur Historie: Das erste BMW-Auto wurde 1929 gebaut. 1933 stellten die Süddeutschen mit dem 303 ein Modell her, das das Design der Marke bis heute prägt: Es wies erstmals den Kühlergrill in Nierenform auf.

In jenem Jahr erlebte BMW einen Aufschwung. Damals begann aber das dunkle Kapitel der Firmengeschichte. Unter Hitler wurde die Anzahl produzierter Autos und Flugzeuge massiv gesteigert. Das Unternehmen, das auch Strafgefangene und KZ-Häftlinge beschäftigte, hatte als Rüstungskonzern eine grosse Bedeutung in der Kriegsführung.

Kurz vor dem Konkurs

Nach Kriegsende und mit dem Verlust des Standorts Eisenach – es wird Teil von Ostdeutschland – ging viel Know-how als Autobauer verloren. Erst 1952 stieg BWM wieder in die PKW-Produktion ein. Der Erfolg stellte sich aber zunächst nicht ein. Die Firma erlebte schwere Krisenjahre, gar der Konkurs drohte. Saniert wurde sie schliesslich unter der Führung von Herbert Quandt. Die Industriellenfamilie, die BWM zur Weltmarke machte, gilt bis heute als reichste Deutschlands.

BWM ist seither regelmässig für viele technische und stilistische Highlights besorgt: Für Furore sorgten etwa der 3.0 CS (1968),  M1 (1978),  Z1 (1988) oder i8 (2013).

2015 verkaufte BMW mehr als 2,2 Millionen Autos und rund 140’000 Motorräder. Der Gewinn beträgt mehr als 8 Milliarden Euro. Auch dies ein Grund zum Feiern.

(dsc)


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