11-Jährige verschickt sichere Passwörter

Auf der Suche nach sicheren Passwörtern geben viele User schnell auf.
Auf der Suche nach sicheren Passwörtern geben viele User schnell auf. © AP Photo/Damian Dovarganes
Dein Passwort für Facebook, Twitter und Gmail lautet “Sonne”, “12345” oder schlicht “Passwort”? Die gute Nachricht: Du bist nicht allein. Die schlechte: Deine Daten sind in Gefahr. Eine 11-jährige New Yorkerin hilft weiter und verschickt sichere Passwörter per Post.

Mira Modi ist elf Jahre alt, besucht die sechste Primarschulklasse und verkauft seit Anfang Oktober sichere Passwörter. Dabei benutzt sie die Diceware Methode, d.h. sie generiert Passwörter mit Würfeln. Fünfmal würfeln ergibt eine Zahl, welche mit einer Wörterliste abgeglichen wird.

Dieser Vorgang wird fünfmal wiederholt. Heraus kommt ein Passwort, welches sich erstens besser merken lässt als eine kryptische Abfolge von Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen, und zweitens für Computer praktisch nicht zu knacken sind. So entstehen Kreationen wie “korrekte Pferde Batterien Heftklammer”, was sicherer sein soll als beispielsweise “Tr0ub4dor&3”.

Passwort per Briefpost

Der Preis für den Service ist mit zwei Dollar pro Passwort bescheiden. Immerhin verschickt Mira Modi die Passwörter per Briefpost, wofür Portokosten anfallen. Sie empfiehlt ihren Kunden, einige Buchstaben durch Zeichen zu ersetzen. Dann weiss nämlich auch sie nicht, welches Passwort genau ein Kunde hat. Wie sie in einem Interview sagte, sei der Postversand die sicherste Methode. Die Post darf nämlich ohne Untersuchungsbefehl nicht geöffnet werden.

Mira Modi

Mira Modi

Bereits über 250 Aufträge

Auf die Geschäftsidee kam Mira durch ihre Mutter Julia Angwin, eine Journalistin, welche sich mit Fragen zur Privatsphäre beschäftigt. Diese wollte ihre Passwörter nicht selbst auswürfeln und hat deswegen ihre Tochter dafür bezahlt.

Mittlerweile habe Mira Modi bereits über 250 Aufträge, sagt ihre Mutter. Nicht schlecht für ein noch nicht mal einmonatiges Start-Up einer Elfjährigen!

Einziger Wermutstropfen: Mira verschickt die Passwörter nur innerhalb der Vereinigten Staaten. FM1Today hat trotzdem mal eine Anfrage gestartet. Wir halten euch auf dem Laufenden.

(chf)


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