1200 angehende Rekruten fielen 2014 beim Sicherheitscheck durch

Rund 1200 Stellungspflichtigen wurden letztes Jahr von der Armee als Sicherheitsrisiko eingestuft. Sie wurden deshalb nicht in den Armeedienst eingeteilt (Symbolbild)
Rund 1200 Stellungspflichtigen wurden letztes Jahr von der Armee als Sicherheitsrisiko eingestuft. Sie wurden deshalb nicht in den Armeedienst eingeteilt (Symbolbild) © KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER
Rund 1200 angehende Rekruten sind vergangenes Jahr durch die Sicherheitsprüfung der Schweizer Armee gefallen. Sie wurden als Sicherheitsrisiko eingestuft und noch vor der Rekrutenschule aus der Armee ausgeschlossen.

Seit Sommer 2011 werden alle angehenden Rekruten einer Sicherheitsprüfung unterzogen. Vergangenes Jahr fielen dabei 1213 Stellungspflichtige durch. Armeesprecher Christoph Brunner bestätigte auf Anfrage eine entsprechende Meldung der “Schweiz am Sonntag”. 2013 waren 965 Personen beim Sicherheitscheck hängengeblieben.

Keine persönliche Waffe bekommen

Die Armee beurteilt bei der Sicherheitsprüfung das Gewaltpotenzial von Stellungspflichtigen. Mit der Massnahme soll gewährleistet werden, dass Personen, die eine mögliche Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellen, keine militärische Ausbildung und damit auch keine persönliche Waffe erhalten.

Auslöser für die Einführung von flächendeckenden Prüfungen aller Stellungspflichtigen war unter anderem die Tat eines Soldaten in Zürich-Höngg. Dieser hatte Ende 2007 mit dem Sturmgewehr eine ihm unbekannte 16 Jahre junge Frau erschossen, die auf den Ortsbus wartete.

Hinweis auf Rechtsextremismus

Die Fachstelle Extremismus in der Armee, die zentrale Anlauf- und Koordinationsstelle gegen jegliche Form von Extremismus in der Armee, hat im vergangenen Jahr zudem 41 Dossiers bearbeitet, wie sie bereits im April mitgeteilt hatte. Vorkommnisse grösseren Ausmasses blieben aber aus. Meistens ging es um Einzelfälle mit Hinweis auf Rechtsextremismus.

Vier Fälle wurden mit Verdacht auf islamistisch oder dschihadistisch motivierten Aktivismus bearbeitet. Die gemeldeten Fälle wiesen jedoch keine strafrechtliche Relevanz auf, wie Brunner am Sonntag mitteilte. Es sei vor allem um Hinweise auf mögliche Radikalisierung, jedoch nicht auf Gewalttaten gegangen.

(SDA)


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