17 Dinge, die du über den ESC wissen musst

Von Christoph Fust
Foto aus den Proben vom ersten Halbfinal.
Foto aus den Proben vom ersten Halbfinal. © EPA/Maja Suslin
Der grösste Musikwettbewerb der Welt steht vor der Tür: Heute Dienstag geht in Stockholm der erste Halbfinal des 61. Eurovision Song Contests über die Bühne. Damit du bei deinen Freunden so richtig angeben kannst, haben wir hier das wichtigste Fachwissen über den ESC zusammengestellt.

Nie mehr “Zero Points”

Dieses Jahr werden wieder mal die Regeln geändert. Die Punkte der Jurys und der Telefonabstimmung werden pro Land nicht mehr zusammengezählt, sondern separat verteilt. Jedes Land vergibt so neu 24 anstatt zwölf Punkte. Null Punkte zu machen, ist somit ziemlich schwierig.

 

Ave Maria!

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Der Vatikan und Liechtenstein sind die einzigen unabhängigen Staaten Europas, die noch nie am ESC teilgenommen haben. Liechtenstein bemüht sich aber mit seinem Fernsehsender 1 FL TV um eine Teilnahme.

 

Australien wieder dabei

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Australien ist seit den 70er Jahren verrückt nach dem ESC. 2015 durfte es zum ersten Mal mitmachen und direkt ins Final starten. Zunächst war die Rede von einer einmaligen Aktion. In diesem Jahr sind die Aussies wieder mit dabei, diesmal aber mit Qualifikation.

 

The Queen of Eurovision

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Bei seiner Gründung im Jahr 1956 hiess der Musikwettbewerb noch “Grand Prix Eurovision de la Chanson”. Die erste Ausgabe ging in Lugano über die Bühne und die Schweiz schaffte mit Lys Assia auch gleich den ersten Sieg. Diese hält auch den Rekord für die meisten Teilnahmen: Vier Mal trat Lys Assia beim Wettbewerb an. Das schaffte sonst nur Fud Leclerc aus Belgien.

 

The King of Eurovision

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Ganze 23 Mal komponierte der Deutsche Ralph Siegel einen Song für den ESC. Der Sieg gelang ihm einmal, im Jahr 1982 mit “Ein bisschen Frieden”.

 

Auf geht’s Buam!

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Kein anderes Land war so häufig dabei wie Deutschland, nämlich jedes Jahr ausser 1996. Damals schaffte es der Sänger Leon mit seinem Song “Plant of Blue” nicht durch das neu eingeführte Halbfinale. Deutschland drohte mit dem Rückzug und ist seitdem als einer der grössten Geldgeber automatisch für das Finale gesetzt. Genau wie auch Frankreich, Spanien, Italien und das Vereinigte Königreich.

 

Drei Minuten müssen reichen

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Gemäss Regelwerk dürfen nicht mehr als sechs Personen gleichzeitig auftreten, die Teilnehmer müssen älter als 16 Jahre sein und es dürfen keine Tiere auf die Bühne. Ausserdem ist die Länge der Songs auf drei Minuten begrenzt. Das kürzeste Lied brachte übrigens 2015 die finnische Band Pertti Kurikan Nimipäivät – es dauerte nur 85 Sekunden:

 

Fahnenschwingen für alle

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Jedes Jahr bringen so viele Fans Flaggen mit an den ESC, dass es mittlerweile einen offiziellen Flaggenkodex gibt. Dieser besagt, dass alle offiziellen Landesflaggen der UNO-Staaten, die EU-Flagge und die Regenbogenflagge zugelassen sind. Diese darf allerdings nicht für politische Statements missbraucht werden. Auch verboten sind Selfie Sticks.

 

Nachdoppeln? Fehlanzeige!

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Noch keinem ESC-Teilnehmer ist es bisher gelungen, seinen Gewinnertitel im folgenden Jahr zu verteidigen.

 

Mehr Gewinner als Austragungen

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Bereits 60 Mal wurde der grösste Musikwettbewerb der Welt ausgetragen. Gewinner gibt es allerdings 63. Im Jahr 1969 erreichten nämlich Spanien, Frankreich, Holland und das Vereinigte Königreich die gleiche Punktzahl. Danach wurden die Regeln angepasst: Bei Punktegleichstand gewinnt fortan jenes Land, das die höhere Einzelwertung erhält.

 

Gefährliche Sache

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Als Israel 1973 zum ersten Mal am ESC teilnahm, trug Sängerin Ilanit eine kugelsichere Weste unter ihrem Kleid.

 

Lange vor Conchita Wurst

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1998 sorgte die transsexuelle Sängerin Dana International in ihrem Heimatland Israel für Furore, vor allem in religiösen Kreisen. Als erste Transsexuelle holte sie sich dann aber den Sieg.

 

Die Mini Playback Show

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Seit 1999 kommt kein Live-Orchester mehr zum Einsatz. Die Musik kommt seither ab Band, gesungen wird aber noch immer live.

 

Biggest Winner

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Ganze sieben Mal holte sich Irland den Sieg bereits – 1992 bis 1994 gleich dreimal hintereinander.

 

Biggest Loser

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Negativ-Rekordhalter ist Norwegen, das bisher elf Mal auf dem letzten Platz gelandet ist.

 

Gaaanz knapp

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Der zweite Sieg für die Schweiz gelangt Céline Dion 1988. Und zwar in fast schon schweizerischer Neutralität, nämlich mit nur einem Punkt Vorsprung.

 

Her mit dem Preis!

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Erst seit 2008 gibt es eine Trophäe für den Sieger – ein Mikrofon aus Kristallglas. Doch auch wenn häufig die Künstler damit posieren, gehört er den Komponisten des Siegertitels. Schliesslich ist der ESC, zumindest offiziell, ein Wettbewerb für Songschreiber.


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