2600 Stellen gingen verloren

Die Folge der Entlassungen: Im Thurgau gibt es mehr Arbeitslose.
Die Folge der Entlassungen: Im Thurgau gibt es mehr Arbeitslose. © Nana Do Carmo/Thurgauer Zeitung
Die Aufhebung des Euro-Mindestkurses und die daraus folgende Wirtschaftskrise treffen die Ostschweiz hart: Durch Massenentlassungen sind bereits 2600 Stellen vernichtet worden. 

Seit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses am 15.Januar 2015 sind Massentlassungen in der Ostschweiz leider fast an der Tagesordnung. Wie die “Ostschweiz am Sonntag” schreibt, haben in den Kantonen St.Gallen und Thurgau 71 Unternehmen darauf zurückgegriffen. Insgesamt 2600 Stellen fielen den Massenentlassungen zum Opfer.

Die Talsohle ist aber noch nicht erreicht. Die Unternehmen werden auch 2016 mit den Folgen zu kämpfen haben. Zu spüren bekommen es wiederum die Angestellten.

Die Ostschweiz kämpft nicht zum ersten Mal mit einer Krise. Die Verwerfungen 2008 nach dem internationalen Finanzkollaps fingen die Unternehmen jedoch anders auf. Damals griffen sie laut Ökonom Peter Eisenhut auf die Kurzarbeit zurück.

Diesmal hätten sie die Preise gesenkt, um Aufträge zu verlieren. Dadurch dürfen rund 30 Prozent der Unternehmen in der Maschinen- und Metall-Industrie in die Verlustzone geraten sein.
«Es kommt zu Auslagerungen, Umstrukturierungen und in der Folge zur Verkleinerung des Mitarbeiterbestandes», wird Eisenhut in der “Ostschweiz am Sonntag” zitiert.

Im Zuge der Massenentlassungen ist die Arbeitslosenquote in der Ostschweiz überdurchschnittlich gestiegen.

(red)


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