300 St.Galler halten Händchen für Kinder

Am internationalen Tag der Menschenrechte haben in St.Gallen etwa 300 Leute eine Menschenkette gebildet, darunter auch viele Schüler. Sie setzten damit ein Zeichen der Solidarität mit allen Kindern, die von jeglichem Fortschritt ausgeschlossen sind.

In St.Gallen hat die Unicef Schweiz den Anlass dieses Jahr zum ersten Mal durchgeführt. Die Organisatoren zeigten sich überrascht über den grossen Menschenauflauf. Etwa 300 Personen reichten sich auf dem Klosterplatz St.Gallen für eine Viertelstunde die Hand. Kinder sollen gesund aufwachsen, lernen und erwachsen werden können, sagte Marc-André Pradervand von Unicef Schweiz. “Das ist das Recht jedes Kindes.”

17’000 Kinder pro Tag retten

Doch vielen Buben und Mädchen kommt dieses elementare Recht nicht zu. Seit die UN-Kinderrechtskonvention am 20. November 1989 in Kraft trat, konnte die Zahl der Kindersterblichkeit gemäss Unicef zwar um die Hälfte reduziert werden. Doch noch immer sterben täglich 17’000 Kinder unter fünf Jahren aus vermeidbaren Gründen wie Mangelernährung, Durchfallerkrankungen, Lungenentzündungen und Krankheiten wie beispielsweise neonatalem Tetanus.

Es sei ein Kreislauf von Armut, Mangelernährung, Unterentwicklung und Krankheit, der allzu viele Kinderleben fordert. Dieses Jahr standen die Menschenketten daher im Zeichen des Überlebens der Kinder.

1200 Menschen für Kinderrechte

Nebst den St.Gallern nahmen sich auch Zürcher und Genfer an der Hand. Insgesamt haben laut Unicef rund 1200 Menschen ein Zeichen für die Rechte der Kinder gesetzt.

(chf/red.)


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 1000 Zeichen