4500 neue Betten trotz niedriger Nachfrage

Ferien in der Schweiz werden beliebter.
Ferien in der Schweiz werden beliebter. © KEYSTONE/Walter Bieri
Im Alpenraum entstehen in den nächsten Jahren 4500 zusätzliche Betten in Ferienresidenzen. Dies obwohl die Parahotellerie die Nachwirkungen der Aufhebung des Euromindestkurses und den warmen Winter noch immer spüren.

Bis zu zehn Prozent schlechter fiel der letzte Winter für die Parahotellerie aus. Darin eingerechnet sind Ferienresidenzen, Campingplätze, Jugendherbergen und Reka-Dörfer. Der starke Franken und die schlechte Schneelage hätten dazu geführt, dass nur wenig Touristen aus Europa in die Schweiz kamen. Schwierig für die Campingplätze und “Jugis” war auch, dass die Ostern dieses Jahr sehr früh stattfand und sich auch das Wetter nicht von der besten Seite zeigte.

Trotzdem lässt die Parahotellerie den Kopf nicht hängen: Für die Sommermonate habe man schon sehr viele Buchungen und Reservierungen zu verzeichnen. Die Zahl der Schweizer, die im eigenen Land Ferien machen werden, sei im Vergleich zum letzten Jahr gar gestiegen.

Ferien werden kürzer und spontaner

Die Zahl dürfte auch noch weiter steigen. Wie die Organisation Parahotellerie Schweiz mitteilt, werden die Ferien der Schweizerinnen und Schweizer immer kürzer: “Wir verzeichnen einen Rückgang der Aufenthaltsdauer in der Schweiz in den Sommermonaten von 9,3 auf 8,3 Tage.” Ausserdem werde immer kurzfristiger gebucht. Dies habe sich vor allem an Ostern gezeigt. Innerhalb weniger Tage, waren zahlreiche Campingplätze ausgebucht.

Womit die Parahotellerie immer noch zu kämpfen hat, ist das Ausbleiben der deutschen Touristen: “Die Buchungen der Gäste aus Deutschland sind noch immer das grosse Sorgenkind.”

Übernahmen und zusätzliche Betten

In der Branche sind deshalb viele Umstrukturierungen geplant. Zum einen werden verschiedene Campinplätze baulich weiterentwickelt, Reka nimmt Objekte aus dem Angebot, die nicht rentieren und nimmt neue Liegenschaften auf und es gibt verschiedene Übernahmen wie das Parkhotel Benscino in Brissago wird neu von der Reisekasse übernommen. Die Jugendherbergen erneuern und bauen: Unter anderem entstehen drei neue Betriebe in Burgdorf, Luzern und Schaan-Vaduz.

Interhome ist eine Kooperation eingegangen und kann darum bald zusätzliche Betten in Ferienresidenzen anbieten: “Durch die Partnerschaft werden in den nächsten Jahren im Schweizer Alpenraum zehn Ferienresidenz-Projekte mit insgesamt 4500 Betten realisiert.

(abl/red)

 


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