60’000 Franken an Enkeltrick-Betrüger überwiesen

Zwei ältere Herren wurden in der letzten Woche von Trickbetrügern übers Ohr gehauen. (Symbolbild)
Zwei ältere Herren wurden in der letzten Woche von Trickbetrügern übers Ohr gehauen. (Symbolbild) © KEYSTONE/Christian Beutler
Die Kantonspolizei St.Gallen warnt vor dem Enkeltrick-Betrug. Vergangene Woche wurden gleich zwei ältere Männer um mehrere zehntausend Franken betrogen. Die Betrüger gaben an, mit den Herren in einem engen Verhältnis zu stehen.

Ein 86-jähriger Mann hat einem Betrüger 60’000 Franken überwiesen, nachdem dieser ihm angegeben hatte, er sei ein Bankangestellter. Ein 72-jähriger Mann übergab einem Dieb rund 25’000 Franken.

Betrüger melden sich telefonisch

«Enkeltrick-Betrüger melden sich meist telefonisch und geben sich als ein Familienmitglied oder eine persönliche Bekanntschaft aus», schreibt die Kantonspolizei St.Gallen. Die Betrüger sagen oft, sie seien in einer finanziellen Notlage und bräuchten dringen viel Bargeld. Die Betrüger geben am Telefon meist an, das Bargeld bei ihrem Opfer zu Hause abzuholen.

Bekannter würde das Geld abholen

Kurz vor der Übergabe melden sich die Täter dann aber nochmals und sagen, sie seien verhindert und es käme ein Bekannter, der das Geld abholen werde. Ausserdem würden sich einige der Enkeltrick-Betrüger am Telefon zusätzlich als Polizisten ausgeben und den Opfern raten, das Geld an den Fremden zu bezahlen, um dem Täter auf die Spur zu kommen.

Bei Verdacht sollte man zur Polizei

Wenn ältere Menschen den Verdacht haben, dass bei ihnen ein Betrüger angerufen hat, sollten sie das Telefonat unter einem Vorwand beenden und sich bei ihrer örtlichen Polizeistelle melden. «Leisten Sie keine Zahlungen, bevor Sie nicht mit Sicherheit wissen, dass es sich effektiv um ein Familienmitglied oder eine persönliche Bekanntschaft handelt», rät die Kantonspolizei St.Gallen.

(enf)


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