“Challenge accepted” – Selina Büchel fühlt sich in Form

Selina Büchel zeigt sich optimistisch vor ihrem Einsatz am Mittwoch im Vorlauf über 800 m
Selina Büchel zeigt sich optimistisch vor ihrem Einsatz am Mittwoch im Vorlauf über 800 m © KEYSTONE/PETER KLAUNZER
Am Mittwoch beginnt für unsere 800-m-Läuferin Selina Büchel mit dem Vorlauf das olympischen Abenteuer in Rio de Janeiro. Die EM-Vierte von Amsterdam versprüht vor ihrer Olympia-Premiere Zuversicht: “Ich bin in Form”, sagte die Toggenburgerin.

Die Enttäuschung der Europameisterschaften in Amsterdam, als Büchel eine Medaille knapp verpasst hatte, ist verdaut. Der Schnelligkeitstest über 400 m an den Schweizer Meisterschaften in Genf, als sie eine persönliche Bestzeit lief, verlief verheissungsvoll und bestätigte Büchel, dass der Formaufbau stimmt. “Das war der Startschuss für meine unmittelbare Olympia-Vorbereitung.” Nun sei sie froh, dass es endlich losgehe.

Aus den Titelkämpfen in Amsterdam zog Büchel trotz des undankbaren vierten Platzes auch viel Positives. “Endlich konnte ich mich einmal für einen Final qualifizieren, nachdem ich zuvor so oft gescheitert war.” An den Weltmeisterschaften 2015 in Peking hatte sie den Final nur um einen Wimpernschlag verpasst.

Der Final in Rio ist Büchels grosser Traum

Die Final-Qualifikation ist auch in Rio der grosse Traum der 25-jährigen Toggenburgerin. Zu weit voraus schauen will Büchel, die seit Donnerstag in der Olympiastadt weilt, aber nicht. “Ich nehme Schritt für Schritt und konzentriere mich auf den Vorlauf.” Dieser findet am Mittwoch in der Tagesession statt, ein allfälliger Halbfinal am Donnerstag in der Nachtsession. Bereits die Halbfinal-Qualifikation ist keine Selbstverständlichkeit, gehört Büchel, die in dieser Saison noch nicht unter zwei Minuten gelaufen ist, in der Jahresweltbestenliste nicht zu den Top 24 des rund 60-köpfigen Feldes.

“Ich mag diese Challenge”

Die Zahlen beunruhigen die Ostschweizerin aber nicht. Im Vergleich zum letzten Jahr, als sie sehr viele Wettkämpfe bestritten und in Paris den Schweizer Rekord auf 1:57,95 Minuten gesenkt hatte, lief sie 2016 viel weniger Rennen. Zudem warf sie eine Viruserkrankung im Juni leicht zurück. “Seit der EM fühle ich mich aber wieder wesentlich besser.”

Die Form beim Saisonhöhepunkt muss stimmen, denn die Konkurrenz aus Afrika, Nordamerika, Europa und der Karibik ist riesig, bereits sieben Athletinnen liefen in diesem Jahr schneller als Büchel bei ihrem Rekordlauf vor einem Jahr im Stade de France. “Ich mag diese Challenge und solch grossen Herausforderungen.”

(SDA)


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 1000 Zeichen