Schwarzer Sonntag für den FC St.Gallen

St.Gallen vermochte Lausanne trotz aller Bemühungen nicht zu bremsen
St.Gallen vermochte Lausanne trotz aller Bemühungen nicht zu bremsen © Keystone/Gian Ehrenzeller
Der FC St.Gallen verliert gegen einen starken FC Lausanne mit 0:4. Die St.Galler waren dem Gegner aus der Westschweiz in allen Belangen unterlegen und zeigten teilweise Auflösungserscheinungen.

Es war ein schwarzer Tag für den FC St.Gallen. Besonders die Defensive leistete sich einige eklatante Aussetzer. Zudem darf man getrost von einem Stürmerproblem sprechen. Der Abgang von Albian Ajeti hinterlässt eine Lücke, welche nicht annähernd Adäquat ersetzt werden kann.

Tor

Daniel Lopar: Note 4.0
An Lopar lag es nicht, dass die St. Galler heute derart klar unterlagen. War bei allen Gegentoren chancenlos und wurde von seinen Vorderleuten zu oft im Stich gelassen.

Verteidigung

Silvan Hefti: Note 4.0
Seine heutige Leistung war die schlechteste in dieser Saison. Verlor ungewöhnlich viele Zweikämpfe. Man darf jedoch nicht vergessen, dass Hefti aus einer Verletzungspause zurückkommt. Wurde in der zweiten Halbzeit als Flügelspieler eingesetzt und sorgte auf dieser ungewohnten Position immer wieder für Gefahr.

Karim Haggui: Note 3.5
War ein Sinnbild der gesamten Mannschaft. Viel zu behäbig, zu passiv in den Zweikämpfen und fehlerhaft in der Spielauslösung.

Andreas Wittwer: Note 3.0
Wurde immer wieder überlaufen und verlor viele Zweikämpfe. Zudem geht der Verteidiger viel zu oft zu Boden, ohne dass er ernstlich angegangen worden ist. Dieses Verhalten sollte Wittwer besser lassen.

Philippe Koch: Note 3.0
War heute einer der schwächeren Posten in der Verteidigung. Gewährte seinen Gegenspielern viel zu oft zu viel Platz und ermöglichte es Lausanne, gefährlich über die Flügel anzugreifen.

Mittelfeld

Stjepan Kukuruzovic: Note 4.5
Kukuruzovic, Taipi und Aratore waren die aktivsten Posten im St.Galler Mittelfeld. Leider bringt dies wenig, wenn der Rest der Mannschaft sich im Tiefschlaf befindet. Immerhin konnte Kukuruzovic einige gefährlich Angriffe auslösen und die Bälle sauber verteilen.

Danijel Aleksic: Note 3.5
Nach zuletzt soliden Leistungen sahen wir heute eine dürftige Leistung von Aleksic. Vieles misslang ihm und er fand keine ersichtliche Bindung zum Spiel. Wurde folgerichtig ausgewechselt. Allerdings spielte er heute auch auf der für ihn ungewohnten rechten Mittelfeldseite.

Gjelbrim Taipi: Note 4.5
Kam nach der Halbzeit für Aussenverteidiger Koch. Belebte das Angriffsspiel. Auch wenn seine Zuspiele oftmals beim Gegner landeten: Der Einsatz stimmte.

Marco Aratore: Note 4.5
Spielte sehr einsatzfreudig und war immer wieder für gefährliche Hereingaben zuständig. Trotzdem war dies nicht das beste Spiel von Aratore. Versuchte zu oft, durch die Mitte zu spielen, wo Lausanne das Zentrum zustellte.

Alain Wiss: Note 3.5
Wir haben auch schon bessere Spiele von Wiss gesehen. War heute besonders im defensiven Bereich mangelhaft. Einzig im Spiel nach vorne harmonierte er gut mit Kukuruzovic.

Yannis Tafer: –
Aufgrund der kurzen Einsatzzeit verzichten wir auf eine Bewertung.

Peter Tschernegg: –
Aufgrund der kurzen Einsatzzeit verzichten wir auf eine Bewertung.

Sturm

Nassim Ben Khalifa: Note 3.0
Weshalb Ben Khalifa den Schuss von Wiss in der 22. Minute mit der Hacke über das Tor lenkte, ist niemandem klar. Denn der Schuss von Wiss wäre im Tor gelandet. Zudem waren seine Pässe ein einziges Ärgernis. Wurde folgerichtig ausgewechselt.

Roma Buess: Note 3.5
Konnte sich heute wie Sturmkollege Ben Khalifa wenig in Szene setzen. Dies lag auch daran, dass das Gästeteam die Räume extrem zustellte und Buess immer wieder aus dem Spiel nahm.

FM-1 Teamdurchschnitt: 3.7

Fazit

Ein blutleerer Auftritt der St.Galler besiegelt die Niederlage gegen Lausanne. Elf Gegentore in den letzten drei Spielen sprechen Bände über den Zustand der Mannschaft. Und nächsten Sonntag kommt GC zu Besuch. Wenn sich Continis Mannschaft nicht erheblich steigert, droht die nächste Saisonniederlage. Wir hoffen, dass der Trainer das Cupspiel gegen Délemont nutzen kann, um die Mannschaft wieder in die richtigen Bahnen zu lenken.

Bewertung: Reto Latzer


Newsletter abonnieren
9Kommentare
noch 1000 Zeichen

HTML-Version von diesem Artikel