ABB mit weniger Umsatz und Gewinn

ABB-Chef Ulrich Spiesshofer muss im dritten Quartal Einbussen bei Umsatz und Gewinn seines Konzerns hinnehmen. (Archiv)
ABB-Chef Ulrich Spiesshofer muss im dritten Quartal Einbussen bei Umsatz und Gewinn seines Konzerns hinnehmen. (Archiv) © KEYSTONE/ENNIO LEANZA
Der Elektrotechnik- und Automationskonzern ABB hat im dritten Quartal erheblich Federn lassen müssen. Der Umsatz fiel um 13 Prozent auf 8,519 Milliarden Dollar. Der operative Betriebsgewinn vor Amortisationen sank um 9 Prozent auf 1,081 Milliarden Dollar.

Unter dem Strich verdiente ABB zwischen Juli und September noch 577 Millionen Dollar. Das sind 21 Prozent weniger als vor einem Jahr, wie das Unternehmen am Mittwoch bekannt gab. Allerdings sei vor einem Jahr der Gewinn durch Verkäufe von Unternehmensteilen begünstigt worden, die 145 Millionen Dollar in die Kasse gespült hätten.

Damit hat ABB die Erwartungen der Finanzgemeinde teilweise verfehlt. Analysten hatten gemäss der Nachrichtenagentur AWP im Durchschnitt mit einem Umsatz von 8,755 Milliarden Dollar und einem operativen EBITA von 1,040 Milliarden Dollar gerechnet. Beim Reingewinn hatten sie im Schnitt 551 Millionen Dollar vorhergesagt.

ABB macht die schwierigen Bedingungen auf den Öl- und Gasmärkten sowie die gebremste Nachfrage in China und den USA für die schwächeren Zahlen verantwortlich. Der Auftragseingang fiel um 22 Prozent auf 8,767 Milliarden Dollar.

Keine Neuigkeiten gab es zum Sparprogramm, mit dem ABB 1 Milliarde Dollar bis Ende 2017 beim Personal einsparen will. Das Sparprogramm erfolgt im Rahmen eines kompletten Konzernumbaus. ABB will schlanker werden.

Aus den bisher fünf Divisionen sollen bis Anfang nächsten Jahres vier werden. Die drei bisherigen Energiesparten gehen in den beiden neu geschaffenen Divisionen Stromnetze und Elektrifizierungsprodukte auf. Die beiden bisherigen Divisionen Industrieautomation und Antriebe sowie Prozessautomation werden angepasst.

ABB hat bereits ein Sparprogramm am Laufen: Jährlich sollen drei bis fünf Prozent der Umsatzkosten eingespart werden. Die angestrebten Einsparungen von einer Milliarde beim Personal bis Ende 2017 kommen nun noch dazu.

(SDA)


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