Abstiegskampf statt Europa League

Von Simon Riklin
FCSG-Trainer Zinnbauer stellt sich den Fans, nach dem verlorenen gegen Vaduz am Sonntag.
FCSG-Trainer Zinnbauer stellt sich den Fans, nach dem verlorenen gegen Vaduz am Sonntag. © (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)
Der FC St.Gallen ist im Tief. Gleich mit drei Gegentoren wurden die Ostschweizer am Sonntag in Vaduz abgefertigt. Die vierte Niederlage in Serie stürzt den FCSG in eine Krise. Ein Weg aus dem Motivationsloch ist schwierig. Heute Abend spielen die Espen auswärts gegen den FC Sion.

2:4, 2:3, 0:4, 0:3. Insgesamt 14 Tore kassierte der FC St.Gallen in den letzten vier Spielen und ist zuletzt gegen Vaduz sang und klanglos untergegangen. Es kriselt beim FCSG.

FC St.Gallen-Beobachter Fredi Kurth ist überzeugt: “Das neue System von Joe Zinnbauer greift noch nicht. Die Verteidigung steht zu weit vorne. Die Spieler schaffen es nicht, den Gegner mit eigenem Ballbesitz zu dominieren.”

“Kein einfacher Ausweg”

Die Spieler werden den Ambitionen des Vereins nicht gerecht. Rang vier und damit die Qualifikation für die Europa League rücken in weite Ferne.

Sportpsychologe Patrice Eisele weiss: “Es gibt keinen einfachen Ausweg aus der sportlichen Krise.” Es seien jeweils mehrere kleine Auslöser, die einen Verein langsam in die Krise schlittern lassen. “Fehler beschäftigen die Spieler, sie sind verunsichert, verlieren das Selbstvertrauen und können den Fokus letztlich nicht mehr auf das Spiel legen.”

Schwierige Spiele stehen an

Seit vier Spielen wartet das Team von Joe Zinnbauer schon auf ein Erfolgserlebnis. Und genau dies sei nötig, um wieder Tritt zu fassen, sagt Eisele. “Die Mannschaft muss die Niederlagen abhaken, einen klaren Schnitt ziehen und eine neue Routine aufbauen.” Zudem müsse die Mannschaft mit kleinen Erfolgen im Training wieder Selbstvertrauen tanken.

Viel Zeit dafür bleibt dem FC St.Gallen allerdings nicht. Zwei schwierige Spiele stehen an. Bereits heute Mittwoch spielt der FCSG auswärts gegen Sion und am Sonntag zuhause gegen den FC Basel.

Allzu viele Ausrutscher darf sich die Mannschaft von Joe Zinnbauer nicht mehr erlauben. Nur noch sechs Punkte beträgt der Vorsprung auf den Tabellenletzen Lugano.


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