Ach du grüne Sitter!

So grün wie beim St.Patrick's Day in Chicago wird die Sitter wohl nicht.
So grün wie beim St.Patrick's Day in Chicago wird die Sitter wohl nicht. © iStock
Am Sonntag wird die Sitter grün eingefärbt. Hinter der Aktion stehen die Umweltämter der Kantone Appenzell Innerrhoden und St.Gallen.

Wie der Kanton St.Gallen mitteilt, soll mit der Farbe die Fliessgeschwindigkeit des Flusses ermittelt werden. Diese liefere nämlich wertvolle Informationen. Zum Beispiel wisse man so bei einem Öl- oder Chemieunfall, wie viel Zeit den Einsatzkräften bleibt, um flussabwärts Massnahmen zu treffen.

Für die wichtigen Bodenseezuflüsse wurden bereits in früheren Jahren Markierversuche durchgeführt. Sie sind auch für weitere wichtige Flüsse im Kanton St.Gallen geplant.

Experiment auf 70 Kilometern

Die Sitter fliesst auf einer Strecke von über 70 Kilometern vom Quellgebiet in Appenzell Innerrhoden bis zur Einmündung in die Thur bei Bischofszell durch vier Kantone. Für die Bestimmung der Fliessgeschwindigkeit wird im innerrhodischen Weissbad und in St.Gallen der Farbstoff Uranin ins Wasser gegeben.

An mehreren Stellen zwischen Appenzell und Bischofszell werden in den nachfolgenden Stunden Proben entnommen, um die Durchgangskurve des Farbstoffes und daraus die mittlere Fliessgeschwindigkeit zu bestimmen.

Baden trotzdem möglich

Die Sitter wird als Folge der Einfärbung ab Weissbad bis zur Einmündung in die Thur bei Bischofszell während einiger Stunden einen deutlich sichtbaren Grünstich auf. Der eingesetzte, geruchlose Markierstoff Uranin ist laut dem Kanton St.Gallen gesundheitlich unbedenklich und stellt für Tiere, Pflanzen und für die Trinkwasserversorgungen keine Gefahr dar. Auch für Badende ist der Farbstoff harmlos.

(red.)


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