Adele balanciert zwischen Konzert und Comedy-Show

Sängerin und Spassvogel: Die Britin Adele sorgte am ersten ihrer zwei Schweizer Konzerten für viel Stimmung im Hallenstadion. (Archivbild)
Sängerin und Spassvogel: Die Britin Adele sorgte am ersten ihrer zwei Schweizer Konzerten für viel Stimmung im Hallenstadion. (Archivbild) © Keystone/AP Invision/MATT SAYLES
Am Dienstagabend sorgte Adele bei ihrem ersten von zwei ausverkauften Konzerten im Hallenstadion für Begeisterung. Die britische Sängerin bot ihren Fans viele rührselige, aber auch ungewöhnlich lustige Konzert-Momente.

Mit ihrem grössten Megahit “Hello” schaffte sie es in über 20 Ländern auf Platz 1 der Charts – mit “Hello” begrüsste sie auch ihr Zürcher Publikum. Dieses war wenig erstaunlich von der ersten Sekunde an präsent, im Freudentaumel, sang mit und applaudierte. Die Stimmung hielt sich dank Adeles einzigartiger Stimme und ihrer ausgeprägten Entertainment-Begabung bis zum Schluss.

Ja, die Sängerin und Sprücheklopferin nahm sich viel Zeit für komödiantische Einlagen. Was in Anbetracht der drückenden Hitze im Stadion, der schlichten Show und dem selten tanzbaren Repertoire (“ich singe normalerweise für ein sitzendes Publikum”) sicherlich angemessen war.

Heiratsantrag auf der Bühne

Adele nahm sich aber auch wie keine Zweite Zeit für ihre Fans. Bereits nach wenigen Songs holte die 28-Jährige zwei Besucher auf die Bühne und unterhielt sich vor dem obligaten Selfie ausgiebig mit ihnen. Später gab sie die Bühne für einen Zuschauer frei, der seinem Lebenspartner einen Heiratsantrag machte. Es war dann aber erst ihre Version von Bob Dylans “Make You Feel My Love”, der die selbsternannte “Drama-Queen” zu Tränen rührte.

Adele ganz offen

Kurz vor ihrem Bond-Song “Skyfall” hatte Adele über ihr Normalgewicht und ihren “noch massiveren” Umfang während der Schwangerschaft geplaudert. Später erzählte sie von einem sich langsam einschleichenden “Alterskomplex” und der bedingungslosen Liebe zu ihrem Sohn.

“Viele Geschichten, sorry”, entschuldigte sich die Künstlerin für ihre Redseligkeit. Niemand nahm sie ihr übel. Im Gegenteil, die so bodenständige, menschenfreundliche Diva mit der Königinnenstimme schaffte es so, die Balance zwischen einem mässig abwechslungsreichen Repertoire und einer Comedy-Show zu halten.

(SDA)


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