Adrian Winters rettet Orlando einen Punkt

Adrian Winter jubelt nach seinem Ausgleichstreffer in der Nachspielzeit
Adrian Winter jubelt nach seinem Ausgleichstreffer in der Nachspielzeit © KEYSTONE/AP Orlando Sentinel/STEPHEN M. DOWELL
Orlando City und Adrian Winter starten mit einem Paukenschlag in die neue Saison der nordamerikanischen Major League Soccer. Es gelingen zwei Tore in der Nachspielzeit.

Im Heimspiel gegen Real Salt Lake lag das Team aus Florida, das in der letzten Saison die Playoffs knapp verpasst hatte, bis in die Nachspielzeit 0:2 zurück, ehe noch der Ausgleich gelang. Adrian Winter schoss dabei in der 95. Minute aus sechs Metern das 2:2.

“Es ist Wahnsinn, was passiert ist. Ich bin sehr glücklich über mein Tor und dass wir unseren grossartigen Fans etwas zurückgeben konnten”, sagte der Zürcher gegenüber dem Klub-TV. Das persönliche Erfolgserlebnis linderte die Enttäuschung darüber, dass Winter nicht zur Startformation von Orlando gehört hatte, obwohl der am Oberschenkel verletzte Superstar Kaka, der die gleiche Position spielt wie Winter, nicht dabei war. Im vergangenen Herbst hatte Winter meist zum Stamm gehört.

60’147 Fans sind am Sonntagnachmittag in die Orlando Citrus Bowl gekommen. Sie gerieten nach der verrückten Nachspielzeit schier aus dem Häuschen; die Euphorie im Stadion liess den Reporter der Lokalzeitung “Orlando Sentinel” zu einem gewagten Vergleich verleiten. Er stellte das eben Erlebte in einen grösseren Zusammenhang der US-Sportgeschichte. “Haben Sie vom Miracle on Ice gehört? (Eishockey-Olympiasieg der USA 1980 in Lake Placid gegen die Sowjetunion). Das hier war sogar ein doppeltes Wunder.” Etwas pragmatischer sah es der Kanadier Clyne Larin, der in der 94. Minute den 1:2-Anschlusstreffer erzielt hatte. “So etwas gibt es sonst nur auf der Playstation. Doch wir haben es im richtigen Fussball geschafft.”

Eine Niederlage setzte es zum Saisonstart für Philadelphia Union ab. Das zweitschlechteste Team des letzten Jahres verlor beim FC Dallas, dem Western-Conference-Finalisten von 2015, 0:2. Der Schweizer Ex-Internationale Tranquillo Barnetta war nicht dabei. Dem 31-jährigen St. Galler macht seit einigen Tagen eine Achillessehnenentzündung zu schaffen. Ohne Erfolg begann das US-Abenteuer für den zweifachen Super-League-Torschützenkönig Shkelzen Gashi. Der Zürcher, im Winter vom FC Basel gekommen, verlor mit Colorado Rapids bei den San José Earthquakes 0:1; Gashi wurde nach 67 Minuten ausgewechselt.

Die Regular Season der Major League Soccer dauert bis am 23. Oktober. Jedes der 20 Teams bestreitet 34 Spiele. Die ersten sechs der beiden Conferences qualifizieren sich für die Playoffs, wobei der jeweils Erste und Zweite direkt in den Conference-Halbfinals stehen.

(SDA)


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