Ärger mit den tiefen Nummern

Tiefe Autonummern bringen dem Kanton Appenzell viel Geld ein, die Einwohner möchten sie aber lieber verschenken.
Tiefe Autonummern bringen dem Kanton Appenzell viel Geld ein, die Einwohner möchten sie aber lieber verschenken. © pd
In Appenzell Ausserrhoden kann man seine tiefe Autonummer nicht mehr einfach einem Verwandten weitergeben. Die begehrten Nummern werden  seit 1. März versteigert. Dies will der Kantonsrat nun ändern.

Die schöne tiefe Autonummer kann nicht mehr einfach in der Familie bleiben, so wie bis anhin. Seit dem 1. März ist dies in Appenzell Ausserhoden nicht mehr gestattet, denn die tiefen Autonummern werden versteigert. Rund 300 00 Franken sind so in die Staatskasse geflossen, wie gemäss SDA Regierungsrat Paul Signer (FDP) im Kantonsrat berichtete.

Der Rat diskutierte am Montag eine Motion, die verlangt, dass die Möglichkeit zur Übertragung der Autonummer an Verwandte und Bekannte per Abtretungserklärung wieder eingeführt wird. Die neue Regelung habe viel Unmut in Teilen der Bevölkerung verursacht, hiess es. Die CVP- und die SP-Fraktion sprachen sich gegen den Vorstoss aus, da der Kanton wichtigere Aufgaben zu bewältigen habe.

Schliesslich wurde die Motion aber mit 39 gegen 23 Stimmen für erheblich erklärt. Der Regierungsrat muss nun gesetzliche Grundlagen ausarbeiten, damit die private Übertragung von Autonummern wieder ermöglicht wird, wie es in fast allen Kantonen üblich ist.


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