Ärger über verschwundene Züge

Pendler in Wil, Flawil, Uzwil und Gossau müssen sich mit altem Rollmaterial begnügen.
Pendler in Wil, Flawil, Uzwil und Gossau müssen sich mit altem Rollmaterial begnügen. © Symbolbild St.Galler Tagblatt
Mit dem Fahrplanwechsel mussten die Bahnhöfe Wil, Uzwil, Gossau und Flawil eine Verschlechterung der Verbindungen schlucken. Aber nicht nur das: Auch beim Rollmaterial wurden von der SBB Abstriche gemacht  – es verkehren teils 30-jährige Zugkompositionen. Ein Wiler Kantonsrat will jetzt Klarheit haben.

“Zum Fahrplanwechsel 2016 wurden nicht nur wichtige Entlastungszüge frühmorgens gestrichen, es ist auch das Niederflur-Rollmaterial von Gossau, Flawil, Uzwil und Wil Richtung Zürich verschwunden. Als Ersatz werden teilweise über 30 Jahre alte Zugkompositionen verwendet”, schreibt SP-Kantonsrat Dario Sulzer in einer Einfachen Anfrage an die St.Galler Kantonsregierung. Er will wissen, was der Kanton gegen diesen Serviceabbau der SBB zu unternehmen gedenkt.

Der Einsatz der “Uralt-Züge” sei für die Pendler in der Region ein weiterer Tiefschlag, nachdem im Dezember bereits Verschlechterungen beim Fahrplanwechsel hingenommen werden mussten. “Der Einsatz von altem Rollmaterial ohne tiefem Einstieg bedeutet eine massive Verschlechterung des Bahnangebots für Bahnreisende in den genannten Städte und Gemeinden. Für Rollstuhlfahrende, Gehbehinderte, Familien, Kinder und alte Menschen ist diese Situation nicht hinnehmbar”, so Sulzer weiter.

Er fordert: Die St.Galler Regierung müsse alles in ihrer Macht stehende tun, damit spätestens mit dem nächsten Fahrplanwechsel wieder qualitativ hochwertiges Niederflur-Rollmaterial Richtung Zürich eingesetzt wird. (red)

 


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