AfD-Bundesparteitag kippt radikale Formulierungen

Die AfD-Mitglieder entscheiden am Parteitag über ein Parteiprogramm - am Sonntag diskutieren sie über den Umgang mit dem Islam.
Die AfD-Mitglieder entscheiden am Parteitag über ein Parteiprogramm - am Sonntag diskutieren sie über den Umgang mit dem Islam. © KEYSTONE/EPA DPA/CHRISTOPH SCHMIDT
Die AfD hat auf ihrem Parteitag heftig über ein generelles Verbot von Einwanderung gestritten. Noch am Samstagabend hatten Parteitag-Teilnehmer in ihr Parteiprogramm geschrieben, “Einwanderung, insbesondere aus fremden Kulturbereichen” sei grundsätzlich abzulehnen.

Einige Mitglieder wiesen aber am Sonntag darauf hin, dass die AfD sich in ihrer Anfangsphase immer für eine kontrollierte Zuwanderung von Fachkräften nach dem Vorbild Kanadas eingesetzt habe. Von dieser Linie sollte man jetzt nicht abweichen.

Einige Redner erklärten, problematisch sei vor allem die Zuwanderung von Muslimen. Christliche Migranten aus Asien sollte man in Deutschland willkommen heissen.

Schlussendlich wurden einige am Vortag beschlossene radikale Formulierungen wieder gekippt. Stattdessen heisst es im Parteiprogramm jetzt: “Für den Arbeitsmarkt qualifizierte Einwanderer mit hoher Integrationsbereitschaft sind uns willkommen.”

Nachdem die Parteimitglieder am Samstag vor dem Stuttgarter Messegelände von feindseligen Demonstranten empfangen worden waren, blieb es am Sonntag ruhig.

(SDA)


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