Afrika-Fonds zur Bekämpfung von Armut geäufnet

"Familien-Foto" mit Bundespräsidentin Sommaruga (links aussen) in Valletta: Die Europäischen Staaten haben am Donnerstag ein Abkommen für einen Milliardenschweren Fonds unterzeichnet zur Bekämpfung der Flüchtlingsursachen in Afrika (Archiv).
"Familien-Foto" mit Bundespräsidentin Sommaruga (links aussen) in Valletta: Die Europäischen Staaten haben am Donnerstag ein Abkommen für einen Milliardenschweren Fonds unterzeichnet zur Bekämpfung der Flüchtlingsursachen in Afrika (Archiv). © KEYSTONE/EPA/ARMANDO BABANI
Der zweite Tag des EU-Afrika-Gipfels hat mit der Unterzeichnung des Abkommens für den 3,6-Milliardenschwere Afrika-Fonds begonnen. Mit diesem wollen die europäischen Staaten Afrika bei der Bekämpfung von Armut und Arbeitslosigkeit helfen.

Auch die Schweizer Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga unterzeichnete am Donnerstagmorgen das Abkommen in der maltesischen Hauptstadt Valletta. Die Schweiz steuert fünf Millionen Franken bei.

Die EU-Kommission hat bereits 1,8 Milliarden in den Fonds einbezahlt. Bei den 1,8 Milliarden der EU-Staaten hapert es jedoch noch. Bis Ende Oktober sind von Seiten der EU-Staaten lediglich 47,5 Millionen Euro zusammengekommen.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker zeigte sich überzeugt, dass von den Mitgliedstaaten weitere Gelder beigesteuert werden. Ziel ist es die Fonds-Summe auf 3,6 Milliarden Euro zu verdoppeln.

Der ungarische Regierungschef Viktor Orban, sagte auch sein Land und die anderen drei Visegrad-Staaten – Slowakei, Polen, Tschechien – würden den Fonds finanziell unterstützen. “Ich denke, er kann funktionieren”, sagte der rechtskonservative Ministerpräsident. Lösung der Migrationskrise müsse es sein, “den Menschen ein akzeptables Leben in dem Land zu ermöglichen, in dem sie geboren wurden, damit sie dort bleiben”.

Nach Abschluss des EU-Afrika-Gipfels werden die EU-Staats- und Regierungschefs bei einem informellen Treffen über ihre Türkei-Strategie besprechen. Die EU ist bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise auf die Türkei angewiesen.

(SDA)


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