Akkubrände können in jedem Haus geschehen

Marcel Held testet Batterien und Akkus.
Marcel Held testet Batterien und Akkus. © FM1Today/Raphael Rohner
Am Samstagabend brannte in Lüchingen ein Haus, weil sich ein Akku entzündete. Der Sachschaden betrug 140’000 Franken. Es ist nicht das erste Mal, dass ein Modellbauakku Grund für einen grossen Hausbrand ist.

Bereits Weihnachten 2015 brannten in Steckborn mehrere Häuser in der Altstadt wegen eines solchen Modellbauakkus. Die Akkus sind entzündlich, wenn man richtig mit ihnen umgeht, sollten sie aber keine Gefahr darstellen.

Batterien werden mehrfach getestet

In der Eidgenössischen Materialprüfanstalt Empa werden die Akkus getestet. Im Batterielabor in Dübendorf werden die Akkus, welche Brände verursachen können, untersucht. «Das Gefährliche ist, dass sie einen internen Kurschluss auslösen können und es dann zu einem Brand oder einer Explosion kommt», sagt Elektroingenier Marcel Held, der die Akkus und Batterien untersucht, zu TVO. Dies könne sowohl beim Aufladen der Akkus, als auch im Gebrauch geschehen.

Akkubrände sind selten

Jedes Jahr werden Milliarden solcher Akkus produziert, sowohl für grössere Geräte, wie auch für das Smartphone oder die Kamera. Die Chance, dass es ausgerechnet den eigenen Akku trifft, ist daher gering. «Wenn es aber passiert, ist die Gefahr, dass es zu brennen beginnt, allerdings gross», sagt Marcel Held.

Hobbybastler sollten aufpassen

Wer als Hobbybastler solche Akkus bei sich zuhause aufbewahrt und mit ihnen hantiert, dem rät Marcel Held zur Vorsicht. «Man sollte die Akkus in einem brandsicheren Raum ausladen und lagern. Ausserdem sollte man einen Brandmelder in der Nähe platzieren.»

(red)


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