Zivilisten bei Luftangriffen auf Aleppo getötet

Nach Bombardierungen sucht ein Helfer im Schutt nach Überlebenden. (Archiv)
Nach Bombardierungen sucht ein Helfer im Schutt nach Überlebenden. (Archiv) © KEYSTONE/AP Syrian Civil Defense/UNCREDITED
Bei Luftangriffen auf die umkämpfte syrische Grossstadt Aleppo sind am Montag nach Angaben von Aktivisten zwölf Zivilisten getötet worden. Dutzende Einwohner des Rebellenviertels Mardscheh im Osten der Stadt wurden verletzt oder werden noch vermisst.

Unter den Toten seien auch fünf Kinder, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Binnen 24 Stunden seien damit 45 Menschen bei Luftangriffen in Aleppo getötet worden.

Die in Grossbritannien ansässige Organisation bezieht ihre Informationen von Informanten in Syrien. Ihre Angaben sind von unabhängiger Seite kaum zu überprüfen. Die syrische Armee versucht derzeit, Aleppo mit massiven Bombardements wieder vollständig unter ihre Kontrolle zu bringen. Unterstützt wird sie dabei von russischen Kampfjets.

Die EU-Aussenminister beraten am Montag in Luxemburg über das weitere Vorgehen im Syrien-Konflikt. Diplomaten zufolge werden die Minister die fortgesetzten Angriffe auf Aleppo scharf verurteilen und eine Waffenruhe für Hilfstransporte fordern.

Dem Vernehmen nach könnten die Minister auch weitere Sanktionen gegen Verantwortliche der Regierung von Präsident Baschar al-Assad in Auftrag geben. Konkrete Gespräche über weitere Sanktionen gegen Assads Verbündeten Russland gelten dagegen wegen der noch laufenden Bemühungen um eine Verhandlungslösung als unwahrscheinlich.

US-Aussenminister John Kerry hatte sich am Samstag in Lausanne erstmals seit dem Beginn der russisch-syrischen Offensive auf Ost-Aleppo mit dem russischen Aussenminister Sergej Lawrow getroffen, ohne dass es allerdings ein Ergebnis gab.

(SDA)


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