Berset trifft erstmals Macron

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesrat Alain Berset (von links) lassen sich an der Eröffnung der Buchmesse in Frankfurt erklären, wie die Gutenberg-Buchpresse funktionierte.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesrat Alain Berset (von links) lassen sich an der Eröffnung der Buchmesse in Frankfurt erklären, wie die Gutenberg-Buchpresse funktionierte. © Keystone/EPA/Armando Babani
Bundesrat Alain Berset hat sich am Dienstag am Rande der Frankfurter Buchmesse mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron getroffen. Frankreich hat als Ehrengast französischsprachige Autorinnen und Autoren zur Buchmesse eingeladen, darunter 12 aus der Schweiz.

Beim inoffiziellen Treffen hat Emmanuel Macron den Bundesrat auf die Vielsprachigkeit der Schweiz angesprochen. Sie habe einen hohen Wert und es sei wichtig, dass entsprechend investiert werde, fasste der Sprecher des Eidgenössischen Departements des Innern (EDI) am Dienstagabend auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda das Gespräch zusammen.

Berset und Macron sprachen demnach von der französischen Sprache als gemeinsamem Nenner der beiden Länder. Die Frankophonie habe auch in der Kultur und Literatur eine hohe Bedeutung, habe Macron gesagt.

Berset schätzte die Beziehung zwischen Frankreich und der Schweiz als stabil ein, wie er in der Sendung «Forum» von Schweizer Radio RTS nach seinem ersten Zusammentreffen mit dem französischen Präsidenten sagte. Er nutzte den Anlass, um die französische Kulturministerin und frühere Verlegerin, Françoise Nyssen, für einen Besuch in die Schweiz einzuladen.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Staatspräsident Emmanuel Macron betonten in ihren Ansprachen bei der Eröffnungsfeier der Buchmesse, wie sehr die Kultur beide Länder verbinde – trotz aller Kontroversen und Kriege. Im Anschluss an die Reden haben die beiden und Alain Berset aus einer nachgebauten Gutenberg-Presse die erste Seite des UNO-Menschenrechtsvertrags ausgedruckt.

Frankreich ist in diesem Jahr Ehrengast der weltgrössten Buchmesse und hat rund 180 französischsprachige Autorinnen und Autoren eingeladen. Die zwölf eingeladenen Schweizer Autorinnen und Autoren sind Roland Buti, Joseph Incardona, Pascale Kramer, Douna Loup, Frédéric Pajak, Noëlle Revaz, Daniel de Roulet, Thomas Römer, Marie-Jeanne Urech, Zep, Germano Zullo und Albertine.

Sie haben Werke publiziert, die auf Deutsch übersetzt wurden. An der Messe werden zudem Star-Schriftsteller wie Michel Houellebecq («Elementarteilchen», «Unterwerfung») erwartet.

Insgesamt rechnen die Veranstalter an der Bücherschau mit und 7300 Anbietern aus mehr als 100 Ländern, wie Buchmesse-Direktor Juergen Boos sagte. Es werden rund 270’000 Besucher erwartet. Die Buchmesse dauert bis zum 15. Oktober.

(SDA)


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