Albert Rösti will Wahlversprechen umsetzen

Albert Rösti (rechts), der von der Parteileitung vorgeschlagene Nachfolger von SVP-Parteipräsident Toni Brunner, im Gespräch mit dem SVP-Chefstrategen Christoph Blocher.
Albert Rösti (rechts), der von der Parteileitung vorgeschlagene Nachfolger von SVP-Parteipräsident Toni Brunner, im Gespräch mit dem SVP-Chefstrategen Christoph Blocher. © Keystone/WALTER BIERI
Der als Nachfolger des zurücktretenden SVP-Parteipräsidenten Toni Brunner vorgeschlagene Berner SVP-Nationalrat Albert Rösti will am Kurs der Partei festhalten. “Die Wahlversprechen brachten Erfolg und sollen umgesetzt werden,” sagte er der Nachrichtenagentur sda.

Rösti war Wahlkampfleiter der SVP für die eidgenössischen Wahlen im vergangenen Herbst – die SVP konnte am 18. Oktober ihren Wähleranteil um 2,8 Prozentpunkte auf 29,4 Prozent steigern. Dieser Erfolg mache die Aufgabe für einen Nachfolger von Toni Brunner schwierig, sagte Rösti am Samstag.

Er versprach den SVP-Wählern Kontinuität. Weiterführen will er die Migrationspolitik der SVP mit der Begrenzung der Zuwanderung und der Ausschaffung von Kriminellen, und auch gegen ein institutionelles Abkommen der Schweiz mit der EU will er sich einsetzen. “Die Schweiz muss ihre Unabhängigkeit behalten”, sagte er dazu.

Den Kurs beibehalten will der promovierte Agronom und Bauernsohn auch in der Landwirtschaft. Die Schweizer Bauern könnten mit internationalen Preisen im schweizerischen Kostenumfeld nicht überleben. Er wolle sich darum gegen den Agrar-Freihandel mit der EU einsetzen und dafür, dass die Bauern vom Bund gleich viele Mittel erhalten wie derzeit.

Rösti äusserte sich auch zur Kritik, mit seinem Vorschlag werde die SVP vor vollendete Tatsachen gestellt. Es bleibe den Kantonalparteien unbenommen, ebenfalls Vorschläge für die Nachfolge von Toni Brunner zu machen, sagte er. “Ich schliesse weitere Kandidaturen absolut nicht aus und werde mich einer Wahl stellen.”

In jedem kleinen Verein sei es üblich, dass der Vorstand einen Vorschlag für die Nachfolge mache, wenn der Präsident oder die Präsidentin zurückträten, stellte Rösti klar. Gleiches habe nun auch die SVP-Parteileitung getan. “Es steht der Parteileitung zu, jemanden zu favorisieren.”

Rösti war vor den Festtagen angefragt worden, ob er das SVP-Präsidium übernehmen wolle. “Ich hatte Zeit, das mit der Familie zu klären und darüber zu schlafen. Es wird alles andere als ein Spaziergang sein.” Weiterhin ausüben will Rösti das Gemeindepräsidium in seinem Wohnort Uetendorf bei Thun.

Gewählt wird der neue SVP-Parteipräsident am kommenden 23. April von der Delegiertenversammlung in Langenthal BE.

(SDA)


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