Alfred Mallepells Kampf gegen einen Zaun

Alfred Mallepell kämpft sei über zwei Jahren gegen den Zaun am Gleis.
Alfred Mallepell kämpft sei über zwei Jahren gegen den Zaun am Gleis. © TVO
Die Appenzeller Bahnen haben vor zweieinhalb Jahren zwei wichtige Bahnübergänge fürs Tschudiwies-Quartier in die Stadt gesperrt. Seither müssen die Bewohner einen langen Umweg in Kauf nehmen. Deshalb gehen sie jetzt auf die Barrikaden.

Ein Zaun versperrt den Quartierbewohnern ihren gewohnten Fussweg in die Stadt. Präsident des Quartiervereins Alfred Mallepell kämpft seit der Schliessung der zwei Bahnübergänge im Mai 2014 gegen den Zaun. “Wir haben hier eine Art Berliner Mauer mitten in der Stadt St.Gallen”, sagt Mallepell und fügt an: “Seit hundert Jahren hatten wir hier einen Durchgang. Dieser wurde mindestens 400 Mal pro Tag überquert.”

Wer erwischt wird, wird gebüsst

Der gesperrte Übergang ist nach wie vor beliebt. Denn obwohl die Bahnübergänge geschlossen sind, klettern täglich Leute über den Zaun. Die Appenzeller Bahnen beharren aber aus Sicherheitsgründen auf ein Überquerungsverbot. Wer erwischt wird, wird gebüsst. Mallepells Einsprache gegen den Zaun und das Verbot wurde abgelehnt. “Das Bundesamt für Verkehr ist zum Schluss gekommen, dass Mallepell nicht einspracheberechtigt ist”, sagt Alexander Liniger, Mediensprecher der Appenzeller Bahnen.

Letzte Hoffnung liegt auf Stadt

Auch ohne Zaun war das Überqueren stets Verboten. Deshalb wurde die Einsprache abgelehnt. Nun hofft der Quartierverein auf die Stadt. “Wir fordern jetzt vom Stadtrat, dass er diesen Weg offiziell ins öffentliche Wegnetz aufnimmt. Das ist unsere letzte Hoffnung”, sagt Mallepell abschliessend.(red)


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