Alle wollen Marijas Abschiebung verhindern

Marija Milunovic im Trikot des FC Balzers
Marija Milunovic im Trikot des FC Balzers © zvg
Die 16-jährige Marija Milunovic aus Sargans soll trotz vorbildlicher Integration wegen eines bürokratischen Lapsus nach Serbien ausgeschafft werden. Gegen die Abschiebung wurde nun eine Petition lanciert. Bereits über 700 Personen haben diese unterschrieben.

“Ich kenne dieses Mädchen nicht persönlich und wohne in einem anderen Ecken der Schweiz, trotzdem möchte ich ihr helfen, die mögliche Ausschaffung in ein Land, das sie nicht kennt, zu verhindern”, schreibt Yves Müller, ein Sozialversicherungsfachmann aus Solothurn. Er hat deshalb eine Petition lanciert, welche die Sarganserländerin vor der Ausschaffung bewahren soll. “Es darf nicht sein, dass ein bestens integriertes Mädchen aufgrund eines Lapsus ausgeschafft wird, zumal sie bereits eine Lehrstelle für den Sommer hat”, heisst es in einer Mitteilung

Die Petition haben bereits über 700 Personen unterschrieben. Auf der Facebook-Seite “Save Marija Milunovic” wird auf den Fall aufmerksam gemacht. Die Seite zählt bereits über 570 “Gefällt mir”-Angaben. “Ich bin Schweizer und will, dass Marija Milunovic bleiben darf”, heisst es dort. “Unterschreiben Sie noch heute, um Marijas wohlverdientem Aufenthalt in der Schweiz Nachdruck zu verleihen. Damit wir dem Bundesgericht zeigen können, dass wir geschlossen hinter ihr stehen und solch eine Willkür nicht dulden, schon gar nicht von den Ämtern des Landes.”

Ausschlaggebend für die Petition war ein Artikel auf 20 Minuten. In diesem heisst es, dass Marija Milunovic keine Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz erhält und noch vor dem Sommer nach Serbien ausgeschafft werden soll. Schon vor zwei Jahren habe die Mutter einen Antrag für einen Familiennachzug gestellt, dieser sei aber bereits von zwei Instanzen abgelehnt worden. Dies unter anderem wegen Fristen, welche die Mutter unwissentlich verpasst habe. Marijas Zuhause sei die Schweiz. Sie spiele hier Fussball und habe hier ihre Freunde: “Muss ich nach Serbien gehen, dann geht mein Leben in die Brüche. Ich habe dort niemanden.”

(red)

 


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