Almodóvars Filme “ganz oben auf der Sündenliste” von Opus Dei

Sündiger Regisseur: Pedro Almodóvar mit seinen "Julieta"-Schauspielerinnen Emma Suarez und Adriana Ugarte. (Archivbild)
Sündiger Regisseur: Pedro Almodóvar mit seinen "Julieta"-Schauspielerinnen Emma Suarez und Adriana Ugarte. (Archivbild) © Keystone/AP/THIBAULT CAMUS
Der spanische Regisseur Pedro Almodóvar glaubt, dass er mit seinen Filmen “ganz oben auf der Sündenliste” des erzkonservativen katholischen Bunds Opus Dei steht.

Das wisse er von jemandem, dem es gelungen sei, von Opus Dei loszukommen, erzählte der Oscar-Preisträger dem Magazin “Focus” in München. Die umstrittene Gemeinschaft nimmt der 66-jährige Filmemacher auch in seinem neuen Film “Julieta” ins Visier.

Das Melodrama dreht sich um eine Mutter, die den Verlust ihrer erwachsenen Tochter zu verschmerzen hat, weil sich diese einer sektenartigen Organisation anschliesst und jeden Kontakt mit ihr abbricht.

Für Almodóvar ist sein Film eine Anspielung auf Opus Dei, die er als “grösste und gefährlichste Sekte Spaniens” bezeichnet. “Das ist ein sehr dunkles Kapitel”, sagte er. Alle Mitglieder bekämen Listen, was als Sünde gelte. “Ganz oben finden sich darauf meine Filme.”

Opus Dei zählt weltweit etwa 90’000 Mitglieder, rund ein Drittel davon in Spanien. Die Organisation ist bekannt für ihre erzkonservativen Positionen in umstrittenen gesellschaftlichen Fragen.

(SDA)


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