Alpenrosen Hautcreme für 3’500 Franken

Ein Schweizer entwickelte eine Gesichtscreme mit Alpenrosen für 3'500 Franken. (Symbolbild)
Ein Schweizer entwickelte eine Gesichtscreme mit Alpenrosen für 3'500 Franken. (Symbolbild) © iStock
Die Schweizer, die spinnen! Zumindest was gewisse Luxus-Produkte angeht. Der neuste Schrei: Eine Schweizer Gesichtscreme aus Alpenrosen für stolze 3’500 Franken. Die Chinesen und die Russen fahren total auf das Produkt ab.

Es gibt nichts, was es nicht gibt. Vermutlich die wohl berühmteste Aussage der Welt, aber eben auch wahr. Immer wieder lassen uns Erfindungen staunen, schocken oder auch einfach nur den Kopf schütteln. Dass es nicht nur die Amis sind, welche überflüssige Produkte herstellen, beweisen diese vier Luxusprodukte aus der Schweiz. Klar, vielleicht sind sie tatsächlich besser als die normalen Versionen davon, nur können sich die wenigsten die Luxusversion leisten.

Eine Creme mit Alpenrosen Stammzellen

Das Neuste zuerst: Die ultimative über-Nacht-Falten-entfern-Creme. Im Produktebeschrieb heisst es explizit: «Bereits nach einer Nacht wirkt der Teint strahlender und gleichmässiger.» Dies Dank «Stammzellen der Alpenrose». Der Entwickler Dr. Gerny, ein bekannter Dermatologe, hat tatsächlich Stammzellen der Alpenrose über mehrere Jahre hinweg aufwändig gezüchtet und in die Creme integriert. Klingt ziemlich nach Science Fiction und dort passt Dr. Gerny mit seinem makellosen Gesicht irgendwie auch hin.

Russen und Chinesen fahren auf Produkt ab

Die «N°1 – worldwide most luxury cream», wie sie die Entwickler nennen, kostet 3’500 Franken und richtet sich gemäss Mitteilung explizit an die Reichen: «Was schenkt sich die High Society eigentlich zum Geburtstag? Was ein Scheich oder Oligarch seiner Gattin, wenn diese schon alles besitzt?» Die Antwort sei eine Büchse Gesichtscreme. Alle die denken, niemand sei so blöd eine Creme für 3’500 zu kaufen – falsch gedacht. Auf Anfrage bei Dr. Gernys Frau, die sich um Medienanfragen kümmert, heisst es: «Wir werden momentan mit Anfragen aus der ganzen Welt überhäuft. Das Hauptpublikum sind Araber, Russen und Chinesen.» Deshalb habe sie auch keine Zeit, weitere Fragen zu beantworten.

Die Creme wird in einer luxuriösen Diamentenbox geliefert (Bild: zVg)

Die Creme wird in einer luxuriösen Diamantenbox geliefert (Bild: PD)

WC-Papier für mehrere hundert Franken

Leider ist das längst nicht das teuerste unnütze Luxus-Produkt. Die Oscar-Anwärter wurden letztes Jahr mit einem Schweizer Luxus-Produkt ausgestattet, das wortwörtlich «für den Arsch» ist. WC-Papier! Das Produkt stammt von der Zürcher Firma Beyond AG und hat einen Wert von 275 Franken. Ja, richtig gehört. Sieben Rollen WC-Papier kosten fast 300 Franken. Auch dieses Produkt werde wie wild verkauft. Die Firma kann sich vor lauter Anfragen aus den USA gar nicht mehr retten, wie es auf Anfrage im Februar hiess. Das edle Stück gibt es übrigens auch im FM1-Land zu kaufen. Im Spa des Grand Resort Bad Ragaz gibt es Luxus fürs Füdli. Es wird aber auch übers Internet vertrieben.

Fidget Spinner mit 950 Diamanten

Vom WC-Papier zum Fidget Spinner. Ratet einmal woher der teuerste Fidget Spinner der Welt stammt? Natürlich aus der Schweiz. Und wer hat’s erfunden? Der Genfer Steve Raffner. Er entwickelte einen Hand Spinner für über 100’000 Franken. Exakt 100’694.79 Franken. Das Spielzeug hat Steve Raffner von Hand angefertigt. Der Spinner wiegt 100 Gramm und enthält 950 Wesselton Diamanten. Das alles auf einer 18 Karat Weissgoldfläche. Eine limitierte Anzahl kann manhier kaufen, solltet ihr noch kein Geschenk haben für den dreijährigen Sohn zum Namenstag. #Berreweich #Gohtsno #Werbrauchtdas?

So sieht der Luxus-Spinner mit 950 Diamanten aus. (Bild: Instagram/Octobrachia)

So sieht der Luxus-Spinner mit 950 Diamanten aus. (Bild: Instagram/Octobrachia)

Vergoldete Hosen aus der Ostschweiz

Last but not least: Die wohl teuersten Hosen in der Ostschweiz. Für fast 3000 Franken verkauft das Startup «Swissblizz» Jeans. Es sind aber nicht irgendwelche Jeans, sondern massgeschneiderte und, wie könnte es anders sein, mit Gold versehene. Die Hosenknöpfe werden mit 18 Karat Gold oder Silber verziert und eine Scherenschnittkünstlerin entwirft die Stickereien auf den Jeans. Natürlich sind auch diese Hosen nicht für den kleinen Peter für das Turnfest, sondern richten sich an gut betuchte Menschen. «Menschen, die gerne Tiefgang tragen», erklärt die Macherin Madeleine Schuhmacher.

Wir sind gespannt, was als nächstes vergoldet wird. Vielleicht eine vergoldete Olma-Bratwurst? Den teuersten Hot-Dog der Welt gibt es ja schon.

(abl)


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