Als Kongressort attraktiver werden

Gescheitertes Projekt: Visualisierung des Olma Kongresszentrums.
Gescheitertes Projekt: Visualisierung des Olma Kongresszentrums. © KEYSTONE/Hutter Nueesch Architekten/HO
Die Stadt St.Gallen stärkt ihre Position als Kongressstandort. Mit einer halben Million Franken sollen bestehende Veranstaltungen gepflegt und neue Kongresse in die Gallusstadt geholt werden.

Unter der Leitung der Standortförderung Stadt St.Gallen sollen Massnahmen erarbeitet werden, um St.Gallen als Kongressort attraktiver zu gestalten. Innerhalb von den nächsten fünf Jahren sollen 500’000 Franken in die Bestandespflege und Neuansiedelung von Kongressen investiert werden, heisst es in einer Mitteilung der Stadt.

Starke Konkurrenz

Viele Schweizer Städte haben in der Vergangenheit in die Kongressinfrastrukturen investiert. Im grenznahen St.Gallen beeinträchtigt zudem der starke Franken die Wettbewerbsfähigkeit. Um den vorhandenen Problemen entgegen zu wirken, wurde von verschiedenen Akteuren eine Kongressstrategie erarbeitet. Neu steht den Kongressveranstaltern mit St.Gallen-Bodensee Convention ein Ansprechpartner zur Verfügung, welcher eine Anfrage koordiniert.

Kostspielige Förderstrategie

Eine gemeinsame Förderstrategie wurde als weitere Massnahme definiert. Das Stadtparlament wird voraussichtlich in seiner Oktober-Sitzung über einen entsprechenden Verpflichtungskredit von 500’000 Franken für fünf Jahre entscheiden. Damit hat die Stadt St.Gallen neu die Möglichkeit, gezielt Kongresse zu fördern. Die finanzielle Unterstützung fällt gemäss verschiedenen Kriterien wie der regionalen Verankerung, der Wertschöpfung, der Anzahl Durchführungen am Standort St.Gallen oder der Phase, in der sich ein Kongress befindet, unterschiedlich aus. Die in der Region entstandenen Kon-gresse, welche sich langfristig am Standort St.Gallen weiterentwickeln werden, sollen am aktivsten gefördert werden.

Fehlende Betten

Es ist bekannt, dass das lokale Hotelangebot zu wenig Betten für grössere Kongresse bietet. Einerseits sind Hotels in Entstehung oder in Planung, wie beispielsweise das Hotel One66 im Westen der Stadt. Weitere potenzielle Hotelstandorte werden bei Arealentwicklungen von der Stadt eruiert. Mittelfristig sollen genügend Hotelbetten zur Verfügung stehen, um auch Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Grosskongressen beherbergen zu können.

(red)


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