Alt-Nationalrat und Fotograf Herbert Maeder verstorben

Alt Nationalrat Herbert Maeder (ganz links) und die damalige Bundesrätin Ruth Dreifuss im August 1999 bei der Einweihung des Steines in Sumvitg GR, der die Schenkung der Greina-Hochebene der Gemeinden Sumvitg und Vrin an die Schweizer Bevölkerung symbolisiert. (Archiv)
Alt Nationalrat Herbert Maeder (ganz links) und die damalige Bundesrätin Ruth Dreifuss im August 1999 bei der Einweihung des Steines in Sumvitg GR, der die Schenkung der Greina-Hochebene der Gemeinden Sumvitg und Vrin an die Schweizer Bevölkerung symbolisiert. (Archiv) © KEYSTONE/ARNO BALZARINI
Der Ausserrhoder Herbert Maeder war ein bekannter Fotograf und sass als Parteiloser zwölf Jahre lang im Nationalrat. Er galt als Grüner der ersten Stunde. Am 23. Januar ist Maeder kurz vor seinem 87. Geburtstag verstorben.

Als 1983 der parteilose Herbert Maeder in Ausserrhoden in den Nationalrat gewählt wurde, war dies eine kleine politische Sensation. Es war ihm gelungen, der SP einen Sitz wegzunehmen. In Bern schloss sich Maeder der LdU-Fraktion an.

Der Bergsteiger und Fotojournalist politisierte als Landschaftsschützer und kämpfte in vorderster Reihe für die Rettung der Greina-Hochebene. Später wurde er Präsident der Greina-Stiftung.

Er unterstützte die Gegnerschaft gegen den Flugplatz Altenrhein, war gegen den Waffenplatz Neuchlen-Anschwilen und engagierte sich im Nationalrat für Gewässerschutz und Landschaftsrappen. In eindrücklichen Voten wehrte er sich gegen den alltäglichen Rassismus in der Schweiz.

Sein grosses Thema als Fotograf waren die Berge – in der Ostschweiz, aber auch in Afghanistan. Maeder veröffentlichte mehrere erfolgreiche Bildbände. 2010, anlässlich seines 80. Geburtstags, zeigten vier Museen in Appenzell Ausserrhoden und St. Gallen sein Schaffen in einer Gesamtschau.

Am 23. Januar ist Herbert Maeder verstorben, wie einer Todesanzeige der Greina Stiftung in der «Neuen Zürcher Zeitung» vom Samstag zu entnehmen war.

(SDA)


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