Altes Berghotel Schwägalp erwacht nochmals zum Leben

Von Michael Ulmann
Im Theaterstück "Checkpoint Säntis" bringen Besetzer eine riesige Fahne am Berghotel an.
Im Theaterstück "Checkpoint Säntis" bringen Besetzer eine riesige Fahne am Berghotel an. © Tagblatt / Benjamin Manser
Die Schwägalp verliert bald ein Wahrzeichen. Nach der Eröffnung des neuen Säntis-Hotels wird im März das alte Berghotel abgerissen. Davor wird dem 80-jährigen Berghotel aber noch ein letztes Mal Leben eingehaucht – in Form des Theaters “Checkpoint Säntis”. FM1Today war an der Generalprobe vom Mittwochabend dabei. Die Fotos dazu gibt’s in der Bildergalerie.

Ramon Rüdisüli ist ein Besetzer – nicht im richtigen Leben, aber im Theaterstück “Checkpoint Säntis“. Zusammen mit seinen Mitstreitern wehrt er sich gegen den Bau eines gigantischen Kongresszentrums auf der Schwägalp. Dafür soll das altehrwürdige Berghotel weichen. Gespielt wird Ramon vom jungen Laienschauspieler Andreas Giger. Wie so mancher Schwägalp-Tourist hat auch er viele Erinnerungen an das Berghotel, das nun bald abgerissen wird. “Unsere Familie hat eine Alphütte auf der Schwägalp. Deshalb habe ich viele Sommer hier oben verbracht und einen grossen Bezug zum alten Berghotel”, sagt Andreas. Er blickt ein bisschen wehmütig auf das Ende des Gebäudes.

Nostalgie-Gefühle

So wie Andreas dürfte es vielen gehen. Im alten Berghotel wurden unzählige Feste gefeiert, tausende Menüs gekocht und noch viel mehr Quöllfrisch und Rivellas auf der Sonnenterrasse getrunken. Nostalgie-Freunde kommen bei “Checkpoint Säntis” voll auf ihre Kosten, weil man als Theaterbesucher nicht wie bei einem normalen Theater immer auf dem gleichen Platz sitzt, sondern auch die Küche, die Gästezimmer und der Festsaal als Bühne dienen. Die Verantwortlichen nennen das einen theatralen Rundgang.

Alle Vorstellungen ausverkauft

An der Generalprobe waren rund 100 Besucher aus Politik, Gesellschaft, Kultur und Medien anwesend. Der lange Applaus nach der Vorführung zeugt offensichtlich davon, dass das Theater gut ankommt. Ebenso wie die Tatsache, dass alle 17 Vorstellungen seit rund einem Monat ausverkauft sind. Morgen Freitag ist Premiere.

Hier der Trailer zum Stück:


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