Amis gehen mit App auf Terroristen-Jagd

Die Behörden im US-Bundesstaat New York haben eine Smartphone-App entwickelt, mit der die Bevölkerung verdächtige Aktivitäten möglicher Extremisten melden kann. Die kostenlose App trägt den Namen “See something, send something” (“Etwas beobachten, etwas senden”).

Die Bevölkerung soll in die Suche nach verdächtigen Gegenständen und Personen stärker einbezogen werden. Genau in diesem Punkt orten die Sicherheitsverantwortlichen im US-Bundesstaat New York grossen Nachholbedarf. Ein arrangierter Test in der Öffentlichkeit (siehe Video oben) zeigt, dass ein Lastwagen mit hochgiftigen Chemikalien vier Tage lang herumsteht und niemand davon Notiz zu nehmen scheint. Die Aufmerksamkeit der Passanten soll nun ausgerechnet eine Smartphone-App schärfen. Der Claim: ” Es ist unsere Verantwortung, aufmerksam zu sein und etwas zu unternehmen.”

New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo stellte die App am Montag vor. Augenzeugen könnten den Sicherheitsbehörden mit dem Programm Fotos oder eine Textnachricht mit Hinweisen übermitteln. Die Ermittler haben es auf verdächtige Gegenstände, Vorgänge, aber auch auf Terroristen abgesehen.

Nach den islamistischen Anschlägen von Paris mit 130 Toten wurden auch in den USA die Sicherheitsvorkehrungen erhöht. Cuomo kündigte am Montag an, zusätzlich 46 Polizisten für die Einheit einzustellen, die das Nahverkehrssystem der Metropole New York überwacht. (sda/red)

 


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