Ammann wird mit Schweizer Rekord von 238,5 m Achter in Planica

Simon Ammann: Im Flug ein Stilist
Simon Ammann: Im Flug ein Stilist © KEYSTONE/EPA/IGOR KUPLJENIK
Simon Ammann hat seinen Sturz vom Freitag in Planica gut verdaut. Der Toggenburger geht beim Saisonfinale der Top-30-Springer an den Start und landet mit Flügen auf 224,5 und 238,5 m im 8. Rang.

Ammann egalisierte mit seinem letzten Wettkampfsprung in diesem Winter seinen 2011 in Vikersund aufgestellten Schweizer Rekord. “Zum Saisonabschluss noch einmal so weit zu fliegen, ist super, auch wenn der Sprung nicht perfekt war”, sagte der 34-Jährige. “Ich konnte im zweiten Teil zu wenig Speed mitnehmen und hatte einen zu hohen Luftstand”, fügte er hinzu.

Der vierfache Olympiasieger sprang mit seiner Parallel-Landung zum vierten Mal in diesem Winter in die Top Ten. Trotz des versöhnlichen Saisonabschlusses erreichte Ammann diesen Winter das eigentliche Ziel nicht. Bei der Umstellung der Telemark-Landung vom linken auf das rechte Bein ist ihm der entscheidende Schritt nicht gelungen.

Bezüglich Karriereende läuft das übliche Prozedere ab. Wie in den vergangenen Wintern lässt Ammann zum Saisonende offen, ob er seine Karriere fortsetzen wird. “Ich brauche nach diesem Winter etwas Abstand, um das Erlebte setzen zu lassen”, hatte er im Verlaufe der Woche gegenüber der Nachrichtenagentur dpa erklärt. “Es gibt viele Dinge, die stimmen müssen, damit ich weitermache – und im Moment sind für mich noch einige Fragen offen.”

Rekordwerte ausgebaut

Der Slowene Peter Prevc verbesserte mit dem Sieg (238 m/241,5 m) gleich vier seiner Rekorde: 15 Weltcupsiege, 22 Podestplätze 2303 Punkte und einen Vorsprung von 813 Zählern auf den Zweiten hat noch keiner in einer Weltcupsaison geschafft. Der Sieger der Vierschanzentournee wurde ausserhalb des Weltcups im Januar auch noch Skiflug-Weltmeister.

Prevc setzte sich am Sonntag deutlich vor seinem Landsmann Robert Kranjec durch, der am Freitag gewonnen hatte. Noriaki Kasai blieb als Vierter ein Podestplatz verwehrt. Der Norweger Johann-André Forfang verdrängte den Japaner mit der Tagesbestweite von 245 m noch vom Podium.

(SDA)


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