Angeklagter Imam predigt in St.Gallen

Muslime beim Gebet in einer Schweizer Moschee. (Symbolbild)
Muslime beim Gebet in einer Schweizer Moschee. (Symbolbild) © Keystone/Peter Klaunzer
Einem Bericht von 10vor10 zufolge hat die Schweizer Bundesanwaltschaft vier Iraker angeklagt und beschuldigt, einen Terrorangriff vorbereitet zu haben. Drei von ihnen sind in Haft, der Vierte kann sich weiterhin frei bewegen und predigt offenbar in einer Moschee in St.Gallen.

Dies zeigen die Recherchen der SRF-Nachrichtensendung 10vor10. Den vier Irakern wird “die Beteiligung bzw. Unterstützung einer kriminellen Organisation” vorgeworfen und sie werden beschuldigt, einen terroristischen Anschlag vorbereitet zu haben.

Die Anklageschrift, welche 10vor10 vorliegt, zeige: Der vierte Beschuldigte habe eine Vielzahl an Reden verfasst, die den extremen Salafismus und den Islamischen Staat (IS) als Endziel propagierten. Ausserdem befürworte der Beschuldigte den Kampf gegen Andersdenkende und Ungläubige.

Die Reden habe er in den Moscheen von Zürich und Luzern gehalten. Aktuell soll Mann mit Jahrgang 1981 in Kriens und in einer Moschee in St.Gallen tätig sein. Laut Anklageschrift soll der Mann “in den islamischen Staat verliebt sein und sich als einer einer Soldaten sehen”. Ausserdem soll 2012 nach Syrien gereist sein, um dem IS sechs moderne Funkgeräte zu überbringen. Die Behörden durchsuchten seine Wohnung und befragten ihn, er blieb jedoch auf freiem Fuss.

“10vor10” konnte offenbar mit dem beschuldigten Imam sprechen. Dieser bestreite, jemals in Syrien gewesen zu sein. Weiter seien die entsprechenden Textausschnitte aus den sichergestellten Reden aus dem Zusammenhang gerissen worden.

(red.)


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