Angespannte Lage trotz deutlich weniger Flüchtlingen

Seit anfang Jahr hat der Flüchtlingsandrang in der Ostschweiz stark abgenommen. Trotzdem bleibt die Situation kritisch. Besonders schwierig ist es eine Unterkunft für die Flüchtlinge zu finden.

Täglich überqueren in der Ostschweiz noch rund ein Dutzend Flüchtlinge die Grenze. Im Herbst waren es noch pro Tag noch Hunderte. Die Flüchtlingssituation hat sich für den Moment entspannt. „Von einer Entwarnung würde ich aber überhaupt nie sprechen“, sagt Jörg Köhler, Leiter vom Amt und Militär und Zivilschutz St.Gallen gegenüber TVO. Die Situation sei volatil. Weiter kritisch bleibt vor allem auch die Unterbringung von den Flüchtlingen.

Gemeinden unter Druck

Die Asylunterkünfte platzen aus allen Nähten und sind im Durchschnitt mit 130 Prozent ausgelastet. „Besonders die Gemeinden haben grosse Probleme zum Asylsuchenden auf die Gemeinde zu verteilen“, sagt Jürg Eberle, Leiter vom Migrationsamt St.Gallen. Es gäbe aber auch gute Nachrichten: Zum ersten Mal seien, in den letzten zwei Wochen, mehr Leute auf die Gemeinden verteilt worden, als vom Bund zugewiesen.

Kritischer Ausblick

Im Hinblick auf den Frühling erwarten Experten, dass der Flüchtlingsstrom an den Ostschweizer Grenzen wieder zunehmen wird. Das aufgrund der wärmeren Temperaturen und weil andere Länder vermehrt Flüchtlinge abweisen werden.

(red)


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