Anklagen wegen Börsencrashs in Singapur

Ein Blick auf das Geschäftsviertel in Singapur. Mit einem ausgefeilten System sollen zwei Männer und eine Frau in Singapur die Nachfrage nach wertlosen Aktien in schwindelerregende Höhen getrieben haben. Sie werden wegen Marktmanipulation angeklagt.
Ein Blick auf das Geschäftsviertel in Singapur. Mit einem ausgefeilten System sollen zwei Männer und eine Frau in Singapur die Nachfrage nach wertlosen Aktien in schwindelerregende Höhen getrieben haben. Sie werden wegen Marktmanipulation angeklagt. © KEYSTONE/EPA/STEPHEN MORRISON
Gut drei Jahre nach einem dramatischen Börsenabsturz in Singapur ist am Freitag gegen drei mutmasslich Verantwortliche Anklage erhoben worden. Den zwei Männern und einer Frau wird Marktmanipulation in zahlreichen Fällen zur Last gelegt.

Sie sollen mit einem ausgefeilten System die Nachfrage nach nahezu wertlosen Aktien so angefacht haben, dass die Kurse um teils 800 Prozent zulegten. Anfang Oktober 2013 kam der Absturz – an der Börse von Singapur wurden 5,6 Milliarden Dollar vernichtet.

Es handele sich bei dem «komplexen und ausgefeilten Betrug» um den bislang grössten Fall von Marktmanipulation in Singapur, erklärte die Anklagebehörde. Die beiden Hauptverdächtigen, ein Mann und eine Frau, sollen mehr als 180 Handelskonten benutzt haben, um die Aktienkurse von drei Firmen über Monate in die Höhe zu treiben. Bei dem anderen Angeklagten soll es sich um einen «Schlüsselkomplizen» handeln.

Der Börsencrash erschütterte nach Darstellung der Behörden in Singapur das Vertrauen von Investoren. Das Handelsvolumen an der Börse des Stadtstaates im folgenden Jahr 2014 sei dadurch beeinträchtigt worden.

(SDA)


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