Appell für die Aufnahme von 50’000 Flüchtlingen

Wegen der Schliessung der Balkanroute sitzen diese Flüchtlinge an der griechisch-mazedonischen Grenze in Idomeni fest. (Archivbild)
Wegen der Schliessung der Balkanroute sitzen diese Flüchtlinge an der griechisch-mazedonischen Grenze in Idomeni fest. (Archivbild) © KEYSTONE/EPA/ARMANDO BABANI
Über 70 Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft und Kultur haben am Samstag einen Appell für die sofortige Aufnahme von 50’000 Flüchtlingen in der Schweiz lanciert. Sie veröffentlichten den Appell in der Tageszeitung “Tribune de Genève”.

Der Appell wurde gleichentags auch online aufgeschaltet, wie das Komitee mitteilte. Unter den Unterzeichnern sind Regierungsräte wie Antonio Hodgers (Grüne/GE), etliche Bundesparlamentarierinnen und -parlamentarier, die Schriftsteller Adolf Muschg und Pedro Lenz sowie der Historiker Jakob Tanner und der ehemalige SP-Nationalrat und emeritierte Soziologieprofessor Jean Ziegler.

Der Appell geht auf Westschweizer Gewerkschafter zurück, die vor einigen Wochen an der serbisch-kroatischen Grenze waren. Dort wurden sie den Angaben gemäss Zeugen des immensen Leids hunderttausender Flüchtlinge. Mit der Schliessung der Balkanroute lebten diese Flüchtlinge in einer humanitären Notlage. Die Schweiz müsse einen Beitrag leisten, um die Flüchtlinge rasch in Europa aufzunehmen.

(SDA)


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