Arabische Militärkoalition droht Huthi-Rebellen mit Vergeltung

Huthi-Kämpfer patrouillieren in Sanaa. Nach erneuten Raketenangriffen droht ihnen die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition mit Vergeltung. (Archiv)
Huthi-Kämpfer patrouillieren in Sanaa. Nach erneuten Raketenangriffen droht ihnen die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition mit Vergeltung. (Archiv) © KEYSTONE/EPAHouthi militants parade on th/YAHYA ARHAB
Im Jemen hat die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition den Huthi-Rebellen mit Vergeltung gedroht. Die Armee hatte am Montag eine auf die Grenzstadt Dschasan abgefeuerte Rakete abgefangen.

Die “Fortsetzung der Absurditäten der Huthi-Milizen” werde die Koalition zwingen, “scharfe Massnahmen zu ergreifen, um sie von solchen Taten abzuschrecken”, berichtete die amtliche saudiarabische Nachrichtenagentur SPA am Dienstag.

Seit vergangenem Dienstag gilt eigentlich für die Dauer der Friedensgespräche zwischen der jemenitischen Regierung und den Rebellen eine einwöchige Waffenruhe.

Die Regierung von Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi sprach sich dafür aus, die in der Nacht zum Dienstag endende Waffenruhe um eine Woche zu verlängern. Laut SPA ist die Militärkoalition grundsätzlich dazu bereit, sofern sich auch die Huthi-Rebellen an die Feuerpause halten.

Seit Freitag wurden fünf Raketen vom Jemen aus nach Saudi-Arabien abgefeuert. Dabei wurden drei Menschen getötet. Die Agentur Saba, die von den Huthi-Rebellen kontrolliert wird, begründete dies mit Verstössen gegen die Waffenruhe.

Der mit den Huthi-Rebellen verbündete Armeegeneral Scharaf Lokman sagte am Sonntag, es seien “300 Ziele” in Saudi-Arabien für Angriffe ausgewählt worden. “Wir sind nicht mehr in der Defensive”, erklärte Lokman.

Die schiitischen Huthi-Rebellen hatten im Januar die Kontrolle über die jemenitische Hauptstadt Sanaa übernommen. Als die Aufständischen im März auf die südliche Hafenstadt Aden vorrückten, floh Präsident Hadi nach Saudi-Arabien und bat das Königreich um Hilfe.

Riad griff daraufhin an der Spitze einer arabischen Militärkoalition mit Luftangriffen in den Konflikt ein und entsandte im Sommer auch Bodentruppen. Die jüngsten Friedensgespräche in der Schweiz brachten keinen Durchbruch.

(SDA)


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