Arbeiten nach dem Openair

Da hatte man noch so viel Spass und jetzt sitzt man wieder im Büro.
Da hatte man noch so viel Spass und jetzt sitzt man wieder im Büro. © Keystone/Gian Ehrenzeller
Du bist andauernd gestresst, andauernd müde und andauernd genervt? Keine Angst, das nennt sich Post-Openair-Depression und geht wieder vorbei, spätestens in 360 Tagen. Aaaaaah! Diese Gefühlszustände durchleben Festivalgänger.

Es ist doch noch gar nicht lange her, da sass man noch im Sittertobel und hat gemütlich an seinem Bier genippt. Nun sitzt man wieder im Büro oder auf der Baustelle und muss so richtig ran. Irgendwie klappt das aber nicht so ganz mit der Konzentration, der Motivation und sowieso allem.

 

1. Müdigkeit

Man fühlt sich andauern wie in einer grossen Wattekugel. Nicht wohlig warm umhüllt, sondern wie wenn ein unsichtbarer Schleier einem umgeben würde. Man sieht kaum 20 Zentimeter weit und die Augen sind schwer wie Blei. Am Abend kitzelt es aber schon wieder in den Füssen und man verspürt andauernd den Drang zum Trinken.

2. Kondition

Schon die kleinste Bewegung fühlt sich an wie ein Marathon. Die Lunge brennt beim Treppenlaufen und man bekommt Seitenstecher beim auf den Bus rennen. Die Kondition ist im Arsch und dieser tut weh vom vielen Sitzen auf dem Campingstuhl und dem harten Zeltboden.

 

 

3. Stress

Nachdenken? Koordinieren? Organisieren? Hää, was ist das? Wenn das einzige, woran man die letzten vier Tage denken musste, war, wie man am schnellsten zu seinem Bier kommt, fällt der Einstieg ins Berufsleben schwer aus. Cool down. Erst einmal einen Kaffi mit Schuss trinken.

 

 

4. Nerven

Mit dem Alltag kommen die grauen Haare und das genervt sein. Die Müdigkeit gemischt mit einem Schuss Stress und Anschiss sorgt dafür, dass ein unglaublich guter Nervencocktail entsteht. Der dafür sorgt, dass unsere Reize betrunken werden und sich einfach gehen lassen.

 

 

 

5. Entzug

Tatsächlich, auch wenn es nur vier Tage waren, Entzugserscheinungen sind da. Die zeigen sich häufig in Schweissausbrüchen, andauernder Lust nach Hochprozentigem, Gereiztheit, Zitteranfällen und gelegentlichem herunter-exen der Wasserflasche.

 

 

 

Ja, auch diese Zeit geht hoffentlich wieder vorbei und sonst steht ja am kommenden Wochenende mit dem Frauenfelder Openair schon das nächste Festival Highlight an – sich direkt ins nächste Verderben zu stürzen, ist doch häufig die beste Therapie.

(abl)


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