Arbeitnehmer demonstrieren in Bern für starke AHV

Arbeitnehmer demonstrieren in Bern für starke AHV
© Rainer Schneuwly, sda
In Bern demonstrieren Arbeitnehmer aus der ganzen Schweiz gegen Rentenabbau und für eine starke AHV. Die Organisatoren erwarteten im Vorfeld Tausende von Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Die Kundgebung begann mit ersten Reden am Versammlungsort Berner Schützenmatte. Sie soll anschliesse via Innenstadt zum Aargauerstalden in der Nähe des Bärenparks führen. Dort stehen weitere Reden auf dem Programm, etwa vom Präsidenten des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds, Paul Rechsteiner, und von Vania Alleva, Präsidentin der Gewerkschaft Unia.

Organisatorin der bewilligten Kundgebung ist die «Allianz für eine starke AHV». Das ist ein Zusammenschluss von Gewerkschaften, Arbeitnehmerorganisationen des öffentlichen Dienstes, von links-grünen Parteien und anderen Organisationen. Sie steht hinter der AHVplus-Initiative, welche am 25. September an die Urne kommt.

Mit der Demonstration will die Allianz gemäss schon vor der Kundgebung veröffentlichten Informationen der Gewerkschaft Unia «ein klares Zeichen» setzen gegen Vorschläge der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK) des Nationalrats.

Diese schlug Mitte August vor, bei der Reform der Altersvorsorge eine automatische Erhöhung des Rentenalters einzubauen, falls die AHV in finanzielle Schieflage geraten sollte. Um bis zu zwei Jahre auf 67 könnte gemäss diesem Vorschlag das AHV-Alter erhöht werden. Die Altersreform 2020 kommt im Herbst in die eidgenössischen Räte.

Die Kundgebung richtet sich aber auch gegen Lohndumping und gegen Deindustrialisierung als Folge einer aus Sicht der Allianz verfehlten Währungspolitik. Auch gegen «Steuergeschenke» und Sparpakete als Folge der Unternehmenssteuerreform III wollen die Demonstrationsteilnehmer gemäss Unia-Angaben protestieren.

(SDA)


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