Arboner Heinihof wird zugemüllt

Illegale Entsorgungen am Heinihof sorgen für Zündstoff.
Illegale Entsorgungen am Heinihof sorgen für Zündstoff. © TVO
Die Anwohner vom Heinihof in Arbon haben die Nase gestrichen voll: Ihr Wohnquartier wird immer wieder in eine illegale Mülldeponie verwandelt.

Es sieht fast wie auf einem Schrottplatz aus: Egal, ob Waschmaschinen, Stühle oder Plüschtiere – alles, was die Abfallsünder nicht mehr brauchen, stellen sie kurzerhand einfach an den Strassenrand. Jetzt fordern die Anwohner mehr Kontrollen und saftige Bussen.

Einmal mehr verwandelte sich der Hinterhof im Heiniquartier zu einer regelrechten Müllhalde. Immer wieder entsorgen dort Personen ihren Abfall oder Hausrat – ganz zum Ärger der Anwohner. “Das ist ein Schandfleck”, sagt einer von ihnen. “Da muss man sich wirklich schämen.” Und ein weiterer ergänzt: “Ich will das nicht so hinnehmen, diese Situation ist nicht tragbar.”

Stadtpolitik alarmiert

Auch Stadtparlamentarier Lukas Auer ist die Mülldeponie schon länger ein Dorn im Auge. Weil es kein Einzelfall sei, müsse die Stadt Arbon die Abfallsünder nun mit vermehrten Kontrollen ausfindig machen und bestrafen. Mitverantwortlich seien aber auch die Hauseigentümer, welche das Quartier schon länger verfallen lassen würden. “Wenn man sich die Liegenschaften hier ansieht, fällt auf, dass alles ein bisschen verrucht ist”, sagt der CVP-Stadtpolitiker. “Ein Haus zum Beispiel ist seit zwei Jahren von einem Gerüst umgeben, von einem anderen daneben fällt die Fassade langsam ab.” So werde es nicht mehr weitergehen können, sagt Auer. Doch auch die Besitzer der angesprochenen Gebäude ärgern sich über den vielen Müll im Heiniquartier.

Keine Lösung in Sicht

Am Freitag sind Arbeiter angerückt, die den Abfall entsorgt haben. Bei den Anwohnern bleibt der Frust aber bestehen. “Jeder soll sein Zeug selber entsorgen. Die Sachen einfach hinzuwerfen, ist meiner Ansicht nach eine bodenlose Frechheit”, sagt einer der Anwohner. Es würde bestimmt nicht lange dauern, bis der nächste Lastwagen anrücken und neuen deplatzierten Müll wegbringen müsse.

TVO war vor Ort


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