Athen kann auf weitere Milliarden hoffen

EU-Währungskommissar Pierre Moscovici hat sich vor dem Treffen der Euro-Finanzminister am Montag in Luxemburg positiv zu den Entwicklungen in Griechenland geäussert. Dabei geht es um die Auszahlung der nächsten Hilfstranche an Athen. (Archiv)
EU-Währungskommissar Pierre Moscovici hat sich vor dem Treffen der Euro-Finanzminister am Montag in Luxemburg positiv zu den Entwicklungen in Griechenland geäussert. Dabei geht es um die Auszahlung der nächsten Hilfstranche an Athen. (Archiv) © KEYSTONE/EPA/FILIP SINGER
Griechenland kann nach Einschätzung der EU-Kommission bald auf die Auszahlung weiterer Hilfsgelder durch die Euro-Partner hoffen. Alle geforderten Reformen seien nun abgeschlossen, sagte EU-Währungskommissar Pierre Moscovici vor dem Treffen der Euro-Finanzminister.

Noch am Freitag hatten EU-Diplomaten gesagt, dass nur die Hälfte der 15 sogenannten Meilensteine umgesetzt waren. Demnach hatte die griechische Regierung insbesondere die Reformforderungen im Bereich von Privatisierungen und zum Energiemarkt nicht erfüllt.

Moscovici räumte am Montagnachmittag in Luxemburg ein, dass die Verhandlungen bis «zur letzten Minute» andauerten. Nun seien die Fragen aber erledigt. «Ich erwarte heute ein positives Signal.»

Auch der österreichische Finanzminister Hans Jörg Schelling gab sich optimistisch. Er glaube, «dass Griechenland zwischenzeitlich so ziemlich alles erfüllt hat». Hat Athen alle Meilensteine umgesetzt, kann die nächste Hilfstranche von 2,8 Milliarden Euro ausbezahlt werden.

Athen und die Euro-Länder hatten sich im Juli vergangenen Jahres auf ein drittes Hilfspaket in Höhe von bis zu 86 Milliarden Euro verständigt, um Griechenland erneut vor dem Staatsbankrott zu retten. Zuletzt wurde im Juni eine Hilfstranche von 7,5 Milliarden Euro ausgezahlt. Die weiteren 2,8 Milliarden Euro sollten eigentlich schon im September folgen, verzögerte sich aber wegen der fehlenden Reformen.

(SDA)


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