Athen und Peking wollen wirtschaftliche Zusammenarbeit ausbauen

Der griechische Ministerpräsident Tsipras hat auf der chinesischen Mauer gut lachen: Sein chinesischer Amtskollege versprach ihm bei einem Treffen einen Ausbau der wirtschaftlichen Kooperation.
Der griechische Ministerpräsident Tsipras hat auf der chinesischen Mauer gut lachen: Sein chinesischer Amtskollege versprach ihm bei einem Treffen einen Ausbau der wirtschaftlichen Kooperation. © KEYSTONE/EPA/WU HONG
Nach dem Verkauf des Hafens von Piräus an den chinesischen Reederei-Konzern COSCO wollen China und Griechenland ihre wirtschaftliche Kooperation weiter vertiefen. Das vereinbarten Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras und Chinas Ministerpräsident Li Keqiang.

Der Hafen-Deal solle der erste Schritt sein, um die Beziehungen beider Länder auszubauen, sagte Tsipras am Montag nach einem Treffen mit Li Keqiang in Peking.

Wie der chinesische Staatssender CCTV berichtete, streben beide Länder weitere Kooperationen im Schiffbau, Finanz-, Hightech- und Tourismussektor an. Der Hafen in Piräus solle die erste Anlaufstelle für chinesische Produkte in Europa werden. Li Keqiang sagte zu, ihn gemeinsam mit Griechenland zu einem Logistikzentrum von Weltrang ausbauen zu wollen.

Nach jahrelangen Verhandlungen hatte das griechische Parlament vergangene Woche dem Verkauf einer Mehrheitsbeteiligung der Hafengesellschaft an COSCO zugestimmt. Die Chinesen bekommen sofort 51 Prozent und verpflichten sich, weitere 16 Prozent spätestens in fünf Jahren zu kaufen.

Griechenland strebt an, seine Staatskasse durch den Verkauf von staatlichen Beteiligungen zu sanieren. Um wirtschaftlich wieder auf die Beine zu kommen, setzt das Land auch grosse Hoffnungen auf Investitionen aus China.

(SDA)


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