Athener Viertel in der Hand von Randalierern

Mann beim Löschen eines zuvor bei Zusammenstössen in Brand gesetzten Autos im Athener Quartier Exarchia (Archiv)
Mann beim Löschen eines zuvor bei Zusammenstössen in Brand gesetzten Autos im Athener Quartier Exarchia (Archiv) © KEYSTONE/AP/KOSTAS TSIRONIS
Autonome und Chaoten haben offenbar die Oberhand in dem als Hochburg der Anarchie geltenden Viertel Exarchia im Zentrum Athens gewonnen. Die griechische Post schliesst am Freitag ihre dortige Filiale.

Vorangegangen seien mehrere Angriffe auf das Personal, hiess es in einer am Donnerstag herausgegebenen Mitteilung der griechischen Post. In der Region sei die Lage in den vergangenen Monaten völlig ausser Kontrolle geraten, berichteten griechische Medien.

Immer wieder kommt es nach Demonstrationen zu Ausschreitungen. Die Polizei wagt nicht mehr, in Exarchia einzugreifen. Das Stadtviertel in der Nähe des Polytechnikums gilt als unkontrollierbar. Randalierer, die sich selbst Anarchisten nennen, und Drogenhändler dominieren die Szene.

Exarchia und das Polytechnikum gelten als Symbole des Widerstandes gegen die griechische Militärdiktatur (1967-1974). Bei einem Studentenaufstand im November 1973 waren Dutzende Menschen ums Leben gekommen.

Randalierer haben nach offiziellen Angaben seit Jahresbeginn zudem sechs Busse angehalten, die Insassen verjagt und die Fahrzeuge angezündet. Das Athener Busunternehmen meiden daher die Haltestelle Exarchia.

(SDA)


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