Atlético und Real im Derby unter Zugzwang

Antoine Griezmann hat seit Ende September für Atlético Madrid nicht mehr getroffen
Antoine Griezmann hat seit Ende September für Atlético Madrid nicht mehr getroffen © KEYSTONE/AP/PAUL WHITE
Obwohl noch nicht einmal ein Drittel der Saison gespielt ist, kommt dem 281. Madrider Stadtderby zwischen Atlético und Real Madrid besondere Bedeutung zu. Beide sind bereits ins Hintertreffen geraten.

Im ersten Duell zwischen Atlético und Real im neu eröffneten Stadion Metropolitano ist für beide Teams ein Sieg Pflicht. Bereits acht Punkte beträgt der Rückstand der beiden punktgleichen Mannschaften auf den Leader FC Barcelona. Und während in der Champions League Titelverteidiger Real Madrid zwar hinter Tottenham Hotspur klassiert, aber immerhin auf Kurs Richtung Achtelfinal ist, droht Atlético, dem diesjährigen Halbfinalisten und Finalisten 2014 und 2016, das frühzeitige Ausscheiden.

Der mässige Saisonstart der beiden Madrider Klubs hat auch mit der Schwäche ihrer Superstars zu tun. Reals Cristiano Ronaldo, mit 21 Treffern der beste Torschütze in der Geschichte des Madrider Derbys, hat in der Meisterschaft erst einen Treffer erzielt. Es ist die schlechteste Bilanz des zu Saisonbeginn gesperrten gewesenen Portugiesen im Trikot der «Königlichen». Trainer Zinédine Zidane macht sich deswegen aber keine Sorgen: «Cristiano wird immer für uns die Differenz ausmachen.»

Auch die Bilanz von Ronaldos Gegenüber und Zidanes Landsmann Antoine Griezmann, der beim FC Barcelona im Gespräch sein soll, liest sich nicht viel besser. Erst zweimal traf der 26-jährige Franzose bislang in der Meisterschaft, dem ganzen Team, das in der Liga noch ungeschlagen ist, gelangen in 11 Spielen erst 16 Treffer. «Wir tun uns schwer, Tore zu schiessen und Siege einzufahren. Aber defensiv stehen wir gut, es fehlt nur das Glück im Abschluss», sagte Griezmann. Er selbst wartet seit 596 Minuten auf einen Treffer, sein letztes Tor für Atlético erzielte er Ende September. Beunruhigt sei er deswegen aber nicht. «Der Ball wird irgendwann schon wieder hineingehen.»

Im neuen Stadion ist Atlético national noch ungeschlagen, dem unangefochtenen Leader FC Barcelona rangen die Madrilenen mit einem 1:1 das bisher einzige Remis ab. Die Katalanen gastieren am Samstag ebenfalls in Madrid, beim Vorortklub Leganes. Das zweitplatzierte Valencia trifft auswärts auf Espanyol Barcelona.

(SDA)


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