Franzose plante Attentate auf die EM

Die ukrainische Grenzwache verhinderte möglicherweise ein Blutbad an der EM.
Die ukrainische Grenzwache verhinderte möglicherweise ein Blutbad an der EM. © EPA/SHAWN THE
Ein Franzose soll 15 Attentate auf die Fussball-EM geplant haben. Der Mann ist laut Geheimdienstinformationen in der Ukraine verhaftet worden und kann wahrscheinlich der rechtsradikalen Szene zugeordnet werden.

Wie ein Analyst der Levantine Group, die sich in erster Linie mit Sicherheitseinschätzungen im Mittleren Osten beschäftigt, auf Twitter schreibt, habe der Franzose versucht, Sprengstoff zu schmuggeln. Er habe 125 Kilogramm Sprengstoff bei sich gehabt.

Laut Medienberichten wurde der Mann an der polnisch-ukrainischen Grenze verhaftet. Ziel des Mannes, der an der Grenze zu Polen abgefangen worden sei, sei es gewesen, Waffen und Sprengstoff zu kaufen. Der Verdächtige lehne die französische Regierungspolitik eines “massiven Zuzugs von Ausländern nach Frankreich, die Verbreitung des Islams und die Globalisierung” ab, hiess es weiter.

Die Festnahme des Franzosen erfolgte den Angaben zufolge schon am 21. Mai. Dabei wurden neben dem Sprengstoff auch zwei Panzerfäuste, fünf Kalaschnikows, mehr als 5000 Patronen und hundert Zünder gefunden.

Bei einer Durchsuchung in seiner Wohnung in Frankreich im Dorf Nant-le-Petit im nordostfranzösischen Département Meuse wurde nach Angaben aus französischen Polizeikreisen lediglich ein T-Shirt mit einem Emblem einer rechtsextremen Gruppe beschlagnahmt.

Das Fussball-Turnier beginnt am Freitag. Das Finale ist am 10. Juli angesetzt.

(red.)


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