Auch Grossklaus will Sieg-Premiere

Ciril Grossklaus greift als letzter Schweizer Judoka in Rio de Janeiro ins Olympia-Geschehen ein
Ciril Grossklaus greift als letzter Schweizer Judoka in Rio de Janeiro ins Olympia-Geschehen ein © KEYSTONE/PETER KLAUNZER
Ciril Grossklaus will heute zum Abschluss der Schweizer Judo-Einsätze in Rio die Serie der Startsiege fortsetzen. Mit dem Franzosen Alexandre Iddir scheint die erste Hürde im Limit bis 90 kg machbar.

Alle drei bisherigen Duelle auf der World Tour hat Grossklaus gegen den ebenfalls 25-jährigen Iddir zwar verloren. Aber auch Ludovic Chammartin und Evelyne Tschopp trafen in der ersten Runde bei Olympia in Rio de Janeiro auf Gegner, die sie davor noch nie bezwungen hatten. Und als Inspiration könnte Grossklaus der Durchmarsch zu Olympia-Gold des nicht gesetzt gewesenen Italieners Fabio Basile im Limit bis 66 kg dienen.

“Iddir ist ein unangenehmer Gegner. Dies trifft aber auch auf Ciril zu”, sagte Co-Nationaltrainer Ran Grünenfelder. Grossklaus betont: “Ich befinde mich auf Augenhöhe und glaube an meine Siegchance. Im Halbfinal am Grand Slam in Paris (Grossklaus belegte Rang 5 – Red.) im letzten Oktober hatte ich nur knapp gegen ihn verloren, obschon er tausende Zuschauer in seinem Rücken hatte.”

Der Aargauer geht nie ohne klaren Plan gegen den Gegner aufs Tatami. “Ansonsten gebe ich Vollgas, versuche angriffig zu sein.” Seinen Gegner kennt Grossklaus bestens, zuletzt auch aus Vergleichen im Trainingslager in der Nähe von Barcelona: “Iddir hat einen sehr starken Wurf, den er mit einer Drehtechnik ausführt. Ich darf ihm keinen Freiraum lassen, dann ist er auch nicht mehr so gefährlich.”

Grossklaus’ Brüder fiebern mit. Der eine war schon in der Vorbereitung als Physiotherapeut bei den Judokas dabei. “Er macht jetzt Surf-Ferien in Rio, um mich auch hier live sehen zu können.” Der andere hat ein Public Viewing in Windisch organisiert.

Olympia-Debütant Grossklaus labt sich derweil selbst noch an den Bildern von der Eröffnungsfeier. “Das war eine Flut von Eindrücken. Die Geduld, die es brauchte, lohnte sich für den Moment, in dem man in das Stadion mit toller Stimmung einmarschiert.”

(SDA)


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