Aufseherin befreit Häftling aus Gefängnis

Eine Aufseherin flüchtete mit einem syrischem Vergewaltiger aus dem Gefängnis Limmattal in Dietikon ZH. (Archivbild)
Eine Aufseherin flüchtete mit einem syrischem Vergewaltiger aus dem Gefängnis Limmattal in Dietikon ZH. (Archivbild) © KEYSTONE/ENNIO LEANZA
Die 32-jährige Aufseherin Angela Magdici hat in der Nacht auf Dienstag den Strafgefangenen Hassan Kiko zur Flucht aus dem Gefängnis Limmattal im zürcherischen Dietikon verholfen. Beide sind seither auf der Flucht. Kiko sitzt wegen mutmasslicher Vergewaltigung im Gefängnis.

Nach ersten Erkenntnissen habe die Aufseherin um Mitternacht einen 27-jährigen aus Syrien stammenden Gefangenen aus seiner Zelle befreit und sei mit diesem gemeinsam aus dem Gefängnis geflohen, heisst es in einer Mitteilung des Amtes für Justizvollzug.

Flüchtige befinden sich wohl bereits im Ausland

Die Kantonspolizei hat eine Fahndung ausgelöst. Laut der Direktion der Justiz und des Innern gibt es Hinweise, dass sich die beiden Flüchtlinge ins Ausland abgesetzt haben. Aufgrund erster Ermittlungen könnten sich die beiden Flüchtigen mit einem schwarzen Personenwagen BMW X1, ZH 528 411 nach Italien begeben haben. Sie wurden international zur Fahndung ausgeschrieben.

Der Gefangene wurde wegen Vergewaltigung zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt. Das Urteil sei allerdings noch nicht rechtskräftig. Die weiteren Umstände der Flucht seien unklar.

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Der flüchtige Hassan Kiko. (KapoZH)

 

Die Aufseherin Angela MAgdici (Foto: KapoZH)

Die Aufseherin Angela Magdici (KapoZH)

Bei den beiden handelt es sich um den 27-jährigen Hassan Kiko sowie die 32-jährige Angela Magdici. 

Der Gefangene wurde wegen eines Sexualdeliktes zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Die genauen Umstände der Flucht sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen, welche durch die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis sowie die Kantonspolizei Zürich geführt werden.

Modernstes Gefängnis in Zürich

Das Gefängnis Limmattal wurde im September 2010 als Teil des Bezirksgebäudes Dietikon in Betrieb genommen. Es bietet Platz für 72 Gefangene. Laut der Direktion der Justiz und des Innern handelt es sich um das jüngste und modernste Gefängnis im Kanton Zürich.

(KApoZH/SDA)


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