Ausserrhoden hält Zivilschutzanlagen bereit

In Herisau und Heiden können vorübergehend Asylsuchende in Zivilschutzanlagen betreut werden (Symbolbild).
In Herisau und Heiden können vorübergehend Asylsuchende in Zivilschutzanlagen betreut werden (Symbolbild). © Michel Canonica/St.Galler Tagblatt
Appenzell Ausserrhoden stellt dem Bund Schutzanlagen für Asylsuchende zur Verfügung. In Herisau können rund 100 und in Heiden 150 Personen aufgenommen werden. Die Anlagen werden bei Bedarf in Betrieb genommen und dienen als Übergangslösung.  

Der Regierungsrat von Appenzell Ausserrhoden hat beschlossen, zur Unterstützung des Bundes Strukturen des Zivil- und Bevölkerungsschutzes vorsorglich für die Aufnahme von Asylsuchenden bereitzustellen. D

In Herisau können bei Bedarf  in der „Geschützte Operationsstelle / Sanitätshilfsstelle Herisau“ während maximal acht Monaten rund 100 und in Heiden in der „Sanitätshilfsstelle und Zivilschutzanlage Heiden“ während maximal sechs Monaten rund 150 Personen unterkommen. Die Asylsuchenden werden für einen Zeitraum von wenigen Tagen bis maximal vier Wochen in den Schutzanlagen betreut. Beide Unterkünfte werden durch das Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) Altstätten SG geführt.

Verantwortlich für Führung, Organisation und Sicherheit der beiden Ausserrhoder Zivilschutzanlagen wird das Staatssekretariat für Migration sein bzw. dessen EVZ Altstätten. Dieselben Sicherheits- und Betreuungsorganisationen, die bereits mehrere Bundesasylzentren führen, werden auch in Heiden und Herisau tätig sein. Der Betrieb und die Betreuung werden zudem mit kantonalen Zivilschutzangehörigen unterstützt.

Die Anzahl Asylsuchende, die in den beiden provisorischen Zentren untergebracht werden, wird bei der Zuweisung von Asylsuchenden durch den Bund an den Kanton Appenzell Ausserrhoden angerechnet. Die Entschädigung für die Unterbringung und den Betrieb ist sowohl für den Kanton wie auch die Gemeinden Herisau und Heiden kostendeckend und in einer Vereinbarung mit dem Bund geregelt. (pd/red)


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