Australien gegen Verbot neuer Kohlebergwerke

Australien hält nichts von einem Verbot für Kohleabbau: Mine bei Gunnedah nördlich von Sydney (Archiv)
Australien hält nichts von einem Verbot für Kohleabbau: Mine bei Gunnedah nördlich von Sydney (Archiv) © KEYSTONE/AP/Rob Griffith
Australiens Regierung hat einen Aufruf zum weltweiten Verbot neuer Kohle-Bergwerke zurückgewiesen. Das Land ist hinter Indonesien und vor Russland der zweitgrösste Kohleexporteur der Welt.

61 Wissenschaftler und andere Prominente appellierten in einem offenen Brief an die Teilnehmer der Klimakonferenz Ende November in Paris, neue Lizenzen und den Ausbau von Kohlekraftwerken zu stoppen. Premierminister Malcolm Turnbull wies das am Dienstag zurück. Wenn Australien die Kohle nicht fördere, täten es andere, sagte er.

Mit wachsenden klimaschädlichen CO2-Emissionen aus dem Kohleabbau sei der Klimawandel nicht einzudämmen, heisst es in dem offenen Brief. Er schliesst sich einem Aufruf des Präsidenten von Kiribati, Anote Tong, an. Der Pazifikinselstaat fürchtet wegen steigender Meeresspiegel und mehr unberechenbaren Unwettern um sein Überleben.

Unter den Unterzeichnern ist der frühere Vorsitzende des Kohleverbandes und frühere Shell-Manager Ian Dunlop. “Australiens Plan, die Kohleexperte in den nächsten zehn Jahren zu verdoppeln, hat schlimme Folgen für die Gesundheit der Menschen in aller Welt”, heisst es in dem Brief.

Die Regierung hat gerade grünes Licht für das grösste Kohlebergwerk Australiens gegeben, die Carmichael-Mine in Queensland.

(SDA)


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