Hohe Zahl von FSME-Fällen in der Schweiz

Eine vollgesaugte Zecke: Die Blutsauger können für Menschen gefährliche Krankheiten übertragen. (Archivbild)
Eine vollgesaugte Zecke: Die Blutsauger können für Menschen gefährliche Krankheiten übertragen. (Archivbild) © Keystone/AP/CLAUDIA OSTROP
Im zu Ende gehenden Jahr hat der Bund so viele Fälle der von Zecken übertragenen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) registriert wie noch nie seit dem Jahr 2000. Laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) gab es 257 Fälle.

Seit dem Jahr 2000 und bis 2017 wurden pro Saison zwischen 52 und 257 FSME-Fälle erfasst. Der tiefste Wert stammt aus dem Jahr 2002, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) in seinem neusten «Bulletin» schreibt.

Auch im Oktober 2017 war die Zahl der FSME-Fälle höher als bisher. 36 Fälle wurden registriert, und das ist der höchste Oktober-Wert seit dem Jahr 2000. Innerhalb einer Saison und auch unter den Jahren schwanke die Zahl allerdings stark, so das BAG.

Gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (Gehirnentzündung) kann man sich impfen lassen. Das BAG empfiehlt dies besonders Menschen, die in Risikogebieten wohnen. Für Warnhinweise und den richtigen Schutz hat es eine App entwickelt, die von der BAG-Webseite heruntergeladen werden kann.

Dagegen liegt die Zahl der hochgerechneten Fälle der ebenfalls von Zecken übertragenen Lyme-Borreliose mit hochgerechnet 8000 im mehrjährigen Vergleich eher tief. Das BAG verfügt seit 2008 über Zahlen. Wegen Zeckenstichen gab es 2017 hochgerechnet 23’000 Arztbesuche. Laut BAG ist das im Jahresvergleich ein mittlerer Wert.

Die Arztbesuche wegen Zecken respektive Borreliose werden über das Sentinella-Meldesystem erfasst – ein Netz von Hausärzten meldet wöchentlich freiwillig die Zahlen. Auf dieser Basis werden dann die Werte für das ganze Land hochgerechnet. Wie bei FSME schwanken die Zahlen stark von Jahr zu Jahr und innerhalb der Saison.

Zecken-App: https://www.zhaw.ch/de/lsfm/dienstleistung/institut-fuer-umwelt-und-natuerliche-ressourcen/zecken/app-zecke/

(SDA)


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